JeffDESIGN gehört zum Sidney Kimmel Medical College, das wiederum Teil der Thomas Jefferson University and Hospital in Pennsylvania ist. Das Design Lab wurde von Dr. Bon S. Ku und Dr. Rob Pugliese ins Leben gerufen. Diese kamen auf die Idee, ein Design Lab zu entwickeln, da sie glauben, dass Studenten so am besten lernen können, Probleme durch ihre Entwürfe kreativ zu lösen. Schnell zeigte sich auf, welche Lücke zwischen den Fähigkeiten der jüngsten medizinischen Absolventen und deren Einsatz in der Berufswelt besteht. Deshalb entschieden sich die Ärzte für die Einrichtung des Labs.

JeffDESIGN Team
Das JeffDESIGN Team bei der Entwicklung neuer Objekte. (Bild: © ultimaker.com)

Bei JeffDESIGN handelt es sich um das erste Design-Programm, welches zugleich Teil einer medizinischen Schule ist. Die Geheimwaffe des Labors ist die Suite von Ultimaker-3D-Druckern. Hier können die Studenten ihre Entwicklungen ausdrucken und begutachten.

Ziel des Programmes sei es nach Angaben von Dr. Ku, „künftigen Ärzten die Gestaltung von Geräten, Räumen und Dienstleistungen im Gesundheitswesen zu ermöglichen.“ Dazu bietet JeffDESIGN umfangreiche praktische Workshops, die von Ingenieuren, Architekten, Designern und Ärzten geleitet werden, an.

JeffDESIGN arbeitet an innovativen Lösungen für das Gesundheitswesen

Der Erfolg des JeffDESIGN Labs zeigt sich beispielsweise durch den Einsatz von Kathryn Linder, einer Medizinstudentin der Jefferson Universität, die am „Design for Disabilities“ Kurs von Dr. Pugliese teilnimmt. Gemeinsam mit Mitstudenten entwickelt Linder eine Prothese für Lariq Byrd, ein 16 Jahre alter Junge. Linders Ziel ist es, eine Klammer herzustellen, die es dem Jungen erlaubt, wieder mit der Hand zu schreiben. „Wenn wir über Lösungen nachdenken, so ist dies nicht mehr nur theoretisch, sondern wir stellen uns auch die Fragen: „Wie wird das für Lariq passen? Ist es die richtige Farbe für Lariq?“

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Dr. Ku ist der Auffassung, dass das Design nicht nur den Patienten hilft, sondern auch die Ärzte davon profitieren. So könne das Design auch ein Gegenmittel gegen Burnout sein, von dem viele Mediziner betroffen sind. Das Design sorgt für Optimismus, hat man doch die Möglichkeit, etwas Besseres zu entwerfen.

Gedruckte Objekte.
Von JeffDESIGN Medizinstudenten gedruckte Objekte. (Bild: © JeffDESIGN Sidney Kimmel Medical Collage)

Das Labor wird für die Herstellung von Prototypen genutzt und ist mit mehreren Ultimaker 3D-Druckern ausgestattet. Viele Studenten sind immer noch über die Möglichkeiten des 3D-Drucks begeistert. Während die teilnehmenden Ingenieure nach Ansicht von Dr. Ku durchaus „etwas mehr abgedreht sein könnten“, da es verschiedene Wege gebe, ein Objekt zu gestalten, haben die Medizinstudenten und Ärzte mit den 3D-Druckern gezeigt, was durchaus möglich ist. Nun kommen auch die Ingenieure mit neuen Ideen.

Wer die Entwicklung der Handklammer für Lariq Byrd finanziell unterstützen möchte, kann dazu die Webseite Gofundme aufrufen.

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