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Singapur – Forschungszentrum zum 3D-Druck eröffnet

 27. Mai 2014  Andreas Krämer  

In Singapur (Malaysia) wurde jetzt ein Forschungszentrum zum 3D-Druck eröffnet. Ziel des Forschungszentrums ist die Forschung und Entwicklung vorrangig in den Bereichen medizinischer 3D-Druck und Hausbau. Malaysia möchte sich in Sachen 3D-Druck bereits jetzt weltweit führend positionieren. Ähnlich wie die USA oder Japan. Im Ingenieurs-Land Deutschland fallen Investitionen zum 3D-Druck in Forschung, Wissenschaft und Bildung bisher auffällig bescheiden aus.

NTU Singapur/ Malaysia
Eröffnung des neuen 3D-Druck-Labors der NTU Singapur/ Malaysia (Bild © ntu.edu.sg).

Malaysia/ Singapur: In Singapur (Malaysia) wurde feierlich das 3D-Druck Forschungszentrum der Nanyang Technological University (NTU) eröffnet, berichtet die Universität auf ihrer Website. Die Kosten für das Zentrum beliefen sich auf 30 Millionen US-Dollar. Das Forschungszentrum bedeutet eine zukunftsweisende Investition für den asiatischen „Tigerstaat“ bezüglich des 3D-Drucks. Das Forschungszentrum soll Wege finden den 3D-Druck im medizinischen Bereich und im Bausektor einzusetzen (mehr Informationen zum 3D-Druck in Medizin und Hausbau).

Der Fokus des neuen malaysischen 3D-Druck Forschungszentrum liegt vor allem in der Entwicklung menschlichen Gewebes und biomedizinischer Geräte aus dem 3D-Drucker. Laut der NTU werden nachwachsende Knochen eines der Forschungsfelder sein. Das Economic Development Board (EDB) unterstützt das Zentrum und hat Abkommen geschlossen um medizinische 3D-Erzeugnisse für eigene Bereiche zu entwickeln. Daneben befindet sich das EDB derzeit im Gespräch mit mehreren weiteren Parteien. Bei dem Namen für das 3D-Druck-Forschungscenter entschied man sich für die Bezeichnung NTU Additive Manufacturing Centre (NAMC).

Deutsche Firma beteiligt

Der deutsche 3D-Druckerhersteller SLM Solutions, der erst kürzlich den Weg an die Börse wagte, unterzeichnete mit NAMC einen Vertrag über 5 Millionen US-Dollar. Im Rahmen des Laborvertrags sollen neue Materialien, Verbundwerkstoffe und 3D-Drucktechniken entwickelt werden. Die Kooperation soll außerdem dabei helfen 3D-gedruckte Häuser in Massen fertigen zu können. Das gemeinsame Labor erhielt den Namen SLM Solutions@NAMC.

Wie NTU-Präsident Bertil Andersson ausführt, handelt sich beim 3D-Druck um eine revolutionäre Technologie welche das Gesicht von Innovationen verändert wird. Laut seinen Worten ist das NAMC mit den neuesten 3D-Druckmaschinen ausgerüstet, darunter lasergestützte Maschinen zur Metalltreile-Fertigung für die Industrie und auch 3D-Biodrucker die menschliches Gewebe drucken können.

Die Universität verfolgt mit dem NAMC ein klares Ziel und zwar soll Singapur führend bei der 3D-Drucktechnologie werden. Schwierig, da sich auch die USA dieses Ziel auf die Fahnen geschrieben hat. Für den asiatischen Raum könnte  Malaysia das Ziel allerdings erreichen. Neben Japan und China kommen die weiteren asiatischen Staaten erst langsam aus den Startlöchern im Rennen um das Wachstum eine Technologie die es schon seit vielen Jahren gibt, jetzt aber so richtig in Fahrt zu kommen scheint.

Die Zukunft wird zeigen ob der Tigerstaat dazu in der Lage sein wird beim 3D-Druck gegenüber der Konkurrenz aus den USA und Europa zu bestehen. Die Eröffnung des 3D-Druck-Forschungszentrum ist jedoch ein Schritt in die richtige Richtung, immerhin halten sich Staaten wie das Ingenieurs-Land Deutschland bei Investitionen in diesem Bereich noch sehr zurück.


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