Die Wacker Chemie AG hat offiziell bekannt gegeben mit der Entwicklung von 3D-Silikonen einen wichtigen Schritt vorangekommen zu sein. Rezeptur und Konstruktion der neuartigen Drucker bleiben geheim, doch die Ziele sind klar.

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Logo WACKER ChemieSeit nun mehr 100 Jahren ist die Wacker Chemie AG eins der weltweit führenden Chemiekonzerne. Mit 25 Produktionsstätten in über 100 Ländern hat der Konzern mit Sitz in München sich auf die Herstellung von Plastiken und anderen Stoffen spezialisieren können. Die rasante Entwicklung von 3D-Druckern ist auch bei diesem Konzern nicht unbeachtet geblieben und so gibt Wacker Chemie in einem Bericht vom 3. August offiziell die Pläne zur Herstellung von 3D-Silikonen bekannt.

3D-Silikone
Die Wacker Silicones (Foto: © wacker.com)

Auch wenn es bereits einige Unternehmen gibt, die durch ihre pneumatischen Extrusionssystemen in der Lage sind Silikon ähnliche Stoffe herzustellen, so ist die Produktion dieses Stoffes bis jetzt weitgehend unerforscht geblieben. Die Wacker Chemie AG kommt da genau zur richtigen Zeit: Gemeinsam mit der Enders Ingenieure GmbH plant der Konzern die Entwicklung eines neuartigen Druckverfahrens, bei dem Silikon in Tropfenform bereitgestellt werden soll, bevor es mit UV-Licht gehärtet wird. Dabei werden die „Moleküle durch eine Querverbindung in elastomeres Material verwandelt“ bis die nächste „Tropfenschicht“ aufgetragen wird, so im Bericht.

Wacker Chemie AG Silikone
Wie Zahnpasta darf man sich die Substanz der Wacker-Silikone vorstellen (Bild: © wacker.com)

Dr. Ernst Selbertinger ist der Entwickler des Materials und davon überzeugt, dass die Silikone insbesondere in der Medizin von großem Nutzen sein könnten. Vor allem könne man so die unterschiedlichsten Implantate herstellen, die bisher aufgrund ihrer Zusammensetzung oder dem Fehlen eines flexiblen Materials nicht möglich gewesen waren. Aufgrund ihrer hohen Wärmeresistenz könnten Silikone zukünftig ebenso dafür verwendet werden 3D-Modelle robuster zu produzieren.

Während die Rezeptur und Konstruktion des Arbeitsgeräts zur Herstellung der 3D-Silikone streng geheim bleibt, verrät Selbertinger, dass die ersten Maschinen bereits getestet wurden und es jetzt nur noch darum gehe eine geeignete Software zu entwickeln, mit der sie auch bedient werden können.

Ein weiterer wichtiger Schritt made in Germany ist getan. Die 3D-Produktion von Silikonen könnte so einiges in der Medizin, aber auch in anderen Bereichen verändern. Man darf gespannt bleiben, was sich aus dem Wacker Chemie-Projekt entwickeln mag.

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