Raumfahrtforschung:

Airbus baut mit 3D-Drucker neue Satellitenkomponente

Nach zwei Jahren Forschung ist es der Geschäftsdivision der Airbus Group, Airbus Defence&Space in Großbritannien gelungen Satellitenkomponente mit dem 3D-Drucker herzustellen, die für die nächste britische Raumfahrtmission einsatzbereit sind.

Halterung für Airbus
Diese Halterung stammt aus einem 3D-Drucker und soll jetzt für Airbus in den Weltraum fliegen (Bild 3dprintingindustry.com)

3D-Drucker erweisen sich in fast allen Bereichen der Forschung als wertvoll. Mit ungeahnten Vorteilen bannt sich diese neue Art der Herstellung ihren Weg auch in unsere Technologien. In der Raumfahrtforschung hat sich jetzt gezeigt, dass ohne diese Geräte Innovation nicht möglich wäre.

Airbus Defence&Space, das auf militärische Luftfahrt sowie militärische und zivile Raumfahrtsystem spezialisiert ist, gab jetzt bekannt Komponente für einen Satelliten hergestellt zu haben, die nur mithilfe von 3D-Druckern möglich werden konnten. Zu der Airbus Group gehörend hat die Division jetzt eine Halterung für den britischen Telekommunikationssatelliten Eurostar E3000 entwickelt, welche später bei der ausgeführten Mission die benötigten Antennen in den Satelliten leiten soll.

Modelle der Airbus-Halterung
Die Halterung für die nächste Eurostar Mission wurde aus einem Stück gedruckt (Bild © 3dprintingindustry.com)

Ursprünglich bestand die Halterung aus vier Hauptteilen und 44 Nieten, die jetzt nicht mehr benötigt werden, da es mit dem 3D-Drucker möglich wurde die Halterung aus einem Stück zu bauen. Dank 3D-Druck- und Lasertechnologie konnte so ein 40 Prozent steiferes und 35 Prozent leichteres Werkstück hergestellt werden. Gedruckt wurde dieses mit einem Gerät von 3T RPD Ltd, eines der vielen Unternehmen, auf das Airbus für zukünftige Projekte zurückkommen wird.

Außerdem plant Airbus Defence&Space auch die Herstellung von Hohlleitern, Heizrohren und Antriebsteilen nachdem Aerojet Rocketdyne verkündete, dass etliche ihrer Werkstücke aus dem 3D-Drucker mit Erfolg an Raketenantriebe getestet werden konnten.

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