3D-Druck verliert:

Airbus geht beim Deutschen Zukunftspreis 2015 überraschend leer aus

Am 02. Dezember fand im Berliner Schloss „Bellevue“ die Verleihung des „Deutschen Zukunftspreises 2015“ statt. Überraschenderweise wurde der Preis nicht den Forschern von Airbus, die mit 3D-Druck Bauteile für die Luftfahttechnik fertigten, zugesprochen, sondern Medizinern, die ein neues Medikament auf den Markt gebracht haben.

Logo deutscher ZukunftspreisBerlin: Rudolf Lachner, Physiker bei Infinion, der gemeinsam mit Ralf Bornefeld und Walter Hartner sowie weiteren Wissenschaftlern für die Weiterentwicklung der Radarsensortechnik in der Automobilbranche verantwortlich zeichnet, ist ursprünglich davon ausgegangen, dass entweder die Forscher von Airbus oder er selbst mit dem Deutschen Zukunftspreis 2015 ausgezeichnet werden. Infinion und der Pharmakonzern Bayer waren neben Airbus für den Deutschen Zukunftspreis 2015 nominiert. Über das Forschungsprojekt von Airbus haben wir bereits im Artikel „Airbus spart eine Tonne Gewicht beim A350 dank 3D-Druck“ berichtet.

Zu Beginn der Preisverleihung erläuterte Juryleiter Ferdy Schüth, dass die Entscheidung sehr knapp ausgefallen sei. Als der Bundespräsident den Umschlag, der den Namen des Preisträgers enthielt, öffnete, und die Namen der Sieger vorlas, war Rudolf Lachners Name nicht dabei, wie er spürbar enttäuscht gegenüber dem Donaukurier äußert.

Der Deutsche Zukunftspreis 2015 ging an ein Forscherteam der Justus-Liebig-Universität Gießen und des Pharmakonzerns Bayer. Dieses hatte den Wirkstoff Riociguat entdeckt, der für die Behandlung zweier Formen des Lungenhochdrucks eingesetzt werden kann. Das Forscherteam kann sich nun über ein Preisgeld von 250.000 Euro freuen, welches sicher in die Entwicklung weiterer Projekte fließen wird.

Rudolf Lachner zeigte sich von der Wahl des Preisträgers etwas überrascht, fand es zugleich aber etwas schwierig, alle drei Themen gegeneinander abzuwägen. Was für ihn bleibt, ist sicher die Nominierung, die das Augenmerk der Öffentlichkeit auch auf sein Projekt gerichtet hat. Aber auch die Feier an sich im Schloss Bellevue, das Vorfahren in den schwarzen A8-Limousinen, in denen sein Radar ebenfalls eingebaut ist, sowie das persönliche Gespräch mit dem Bundespräsidenten werden ihm sicher lange in Erinnerung bleiben.  Auch mit den anderen Nominierten wollte Rudolf Lachner während eines weiteren Empfanges noch einmal ausführlich ins Gespräch kommen.

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