Das europäische Luftfahrtunternehmen Airbus aus Frankreich hat seit Jahren mit dem 3D-Druck von Bauteilen für Flugzeuge Erfahrung gesammelt. In Zeiten, in denen die Coronavirus-Pandemie Lieferketten lahmlegt, gab Airbus beim 3D-Druck-Unternehmen Titomic weitere Flugzeugkomponenten aus dem 3D-Drucker in Auftrag.

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2012 hat das französische Luft- und Raumfahrtunternehmen Airbus seinen ersten 3D-Drucker installiert. Zwei Jahre später gab es das erste 3D-gedruckte Teil aus Metall in einer Maschine von Airbus. 2016 hatte das Unternehmen das Ziel verkündet, bis zu 50% seiner Flugzeugbauteile mit 3D-Druck herzustellen. Beim A350 XWB-Flugzeug wurden bereits über 1.000 3D-gedruckte Teile eingesetzt. Die additive Fertigung ist somit kein Neuland für Airbus und jetzt, wo die Coronavirus-Pandemie Lieferketten weltweit unterbricht, gilt es, Kosten zu senken und sich nicht mehr von Lieferketten abhängig zu machen.

Titomic Kinetic Fusion-Technologie

Airbus hat sich entschlossen, das 3D-Druckunternehmen Titomic mit der Herstellung von 3D-gedruckten Bauteilen zu beauftragen, wie Titomic in einer Pressemitteilung erklärt. Das Unternehmen hat sich einen Namen mit seiner patentierten Titomic Kinetic Fusion (TKF)-Technologie gemacht. Wir haben diese 2018 vorgestellt, als Titomic den weltweit größten 3D-Metalldrucker präsentiert hat.

TKF entstand im Laufe einer Studie der Commonwealth Scientific and Industrial Research Organization (CSIRO). Es wird dabei ein dem Kaltspritzen ähnliches Verfahren angewendet. Es gibt keine Grenzen in Form und Größe. Mit Überschallgeschwindigkeit sprüht ein 6-Achsen-Roboterarm Titanpulverpartikel auf ein Gerüst. So werden nach und nach komplexe Teile aufgebaut und es entstehen Produkte mit wenig Materialverschwendung und geringem Produktionsaufwand.

weltweit größter Metall-3D-Drucker
Der Titomic Kinetic Fusion-Prozess soll auch bei den Bauteilen für Airbus eingesetzt werden (Bild © Titomic).

Titanlegierungen in der Luftfahrt

In der Luftfahrt spielen Titanlegierungsprodukte eine große Rolle. Um die von der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) und der US-amerikanischen Federal Aviation Administration (FAA) geforderte Material-, Prozess- und Designqualifizierungssystem zu erfüllen, hat Titomic viel in die Weiterentwicklung seiner Technologien investiert. Es sollen vor allem TKF 3D-Druckmaterialeigenschaften und Teileprozessparameter für Airbus entstehen.

„Wir freuen uns, mit Airbus eine Partnerschaft für dieses erste Luft- und Raumfahrtteil einzugehen, das mit Titomic Kinetic Fusion® (TKF) hergestellt wurde, dem weltweit größten und schnellsten Herstellungsverfahren für 3D-Druck mit Metall im industriellen Maßstab“, erklärte Jeff Lang, CEO von Titomic, in der Pressemitteilung.

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