Im Rahmen des Projektes Aeroswift sollen für Airbus und Boeing metallische Flugzeugbauteile im 3D-Druckverfahren hergestellt werden. Bei Aeroswift handelt es sich um ein im Jahr 2011 gegründetes Gemeinschaftsprojekt des südafrikanischen Unternehmens Aerosud und der Organisation für wissenschaftliche und industrielle Fertigung (CSIR). Südafrikas Regierung fördert das ehrgeizige Projekt.

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Das Projektziel von Aeroswift besteht darin, das weltweit größte und schnellste additive Fertigungssystem für Flugzeugteile aus Titan zu bauen. Im Jahr 2016 wurden die ersten drei gedruckten Komponenten der Öffentlichkeit vorgestellt. Ein Gashebel, ein zusätzlicher Griff für die Steuerung und eine Tankhalterung. Die Testdrucke wurden bis zehn mal schneller hergestellt als andere kommerziell verfügbare Metall-3D-Drucker, die auch mit dem Laserschmelzverfahren arbeiten.

Der Bauraum des Aeroswift beläuft sich auf 2000 x 6000 x 600 mm und ist größer als bei vielen anderen vergleichbaren Gerät. Zusammen mit seinen Partnern arbeitet Aersud an der kommerziellen Verfügbarkeit des Aeroswift Metalldruckers. Airbus steht dem Team als Berater zur Seite. Das Airbus-Team liefert Benchmark-Informationen und Tipps, auf die Fertigung welcher Bauteile sich Aeroswift konzentrieren sollte.

Aeroswift Metall-3D-Drucker
Das CSIR zeigt diesen 3D-Drucker mit dem Projektnamen „Aeroswift“ für die Herstellung von Flugzeugbauteilen (Bild © CSIR).

Südafrika sieht sich im 3D-Druck mit Titan weiter vorne

Nach Angaben von Aerosud und CSIR werde Südafrika dank des weltweit größten Titan-Vorkommens in Kombination mit dem 3D-Metalldrucker einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil haben. Die ersten gedruckten Komponenten sollen bei Testflügen in diesem Jahr erprobt werden.

Der 3D-Druck findet in der Luftfahrtindustrie verstärkt Anwendung, so hat Airbus bereits Teile der Kabinen und weitere Bauteile additiv gefertigt. Auch Boeing ist bei der Einführung von 3D-Druck in die Fertigungsprozesse auf dem Beschleunigungsstreifen, wie zahlreiche Beispiele zeigen. Die Vorteile gedruckter Flugzeugteile liegen unter anderem in ihrem geringeren Gewicht, höherer Stabilität, Festigkeit und geringeren Herstellungskosten. Im Vergleich zu traditionellen Fertigungsverfahren wie Spritzguss oder Metallguss wird außerdem Zeit gespart.

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