AMCM, ein vor drei Jahren gegründetes Unternehmen des 3D-Drucker-Herstellers EOS, entstand mit dem Ziel, bislang noch nicht realisierte 3D-druckbare Anwendungen möglich zu machen. Dabei wurden einige Ideen mit adaptierten 3D-Druck-Systemen von EOS umgesetzt. Jetzt stellt AMCM seine bisherigen Erfolge zum 3D-Druck vor, die wir in folgendem Beitrag einmal zusammenfassen.

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AMCM LogoDas zu EOS-gehörige Unternehmen AMCM (Additive Manufacturing Customized Machines) wurde mit dem Ziel gegründet, bislang nicht realisierbare 3D-gedruckte Anwendungen möglich zu machen. Die maßgeschneiderten AM-Lösungen basieren dabei auf EOS-Technologien und -Prozesse. Es wurden unterschiedliche Systeme entwickelt, die als modifizierte und erweiterte EOS-Systeme oder fast neu konzipiert, gebaut wurden. Das erklärt AMCM in einer Pressemitteilung an das 3D-grenzenlos Magazin.

3D-Druck von Kupferanwendungen

AMCM M 290 1KW
Die AMCM M 290 1KW war das erste Produkt von AMCM (im Bild)(Bild © AMCM).

Seit seiner Gründung vor drei Jahren hat AMCM EOS-Systeme nach Kundenanforderungen angepasst. Die AMCM M 290 1KW ist eine Adaptation der bereits seit vielen Jahren sehr erfolgreichen EOS M 290 an eine erhöhte Laserleistung von 1kW, wodurch sie für den 3D-Druck anspruchsvoller Kupferanwendungen einsetzbar ist. Mit der AMCM M 290 1KW können durch den großen Bauraum und den feinen 80 µm Spot auch bei größeren Kupfer-Bauteilen feinste Strukturen wie z.B. komplexe Kühlkanäle erzeugt werden.

Die AMCM M 290 1 KW erzielt bei Reinkupfer Anwendungen in Verbindung mit den richtigen Prozessparametern eine elektrische Leitfähigkeit von 100% IACS (International Annealed Copper Standard). Kunden können durch die bewährte Infrarot-Faserlasertechnologie noch weitere Werkstoffe auf der Anlage verarbeiten. Das System kann außerdem mit zwei 1 kW Lasern ausgestattet werden. Die Adaption der EOS M 290 erlaubte feinste Anwendungen mit einer möglichst kleinen Spotgröße und maximaler Bauteilgröße. Ausgangspunkt waren die Anforderungen von Dunlee für die Herstellung von Anti-Scatter Grids (Streustrahlenraster). Mit dem AMCM M 290 Upgrade sind Wandstrukturen von 100 µm möglich.

3D-Druck in Luft- und Raumfahrt

3D-gedruckte Raketentriebwerkkammer, 1.000 mm hoch, aus Kupfer
Die AMCM M4K erlaubt es u.a. Brennkammern des Raketenantriebs und die Einspritzdüse an einem Stück mit einer Bauteilhöhe von 1.000 mm 3D zu drucken (im Bild: 3D-gedruckte Raketentriebwerkkammer, 1.000 mm hoch, aus Kupfer)(Bild © AMCM).

In der Luftfahrtindustrie herrscht eine Nachfrage nach größerem Bauraum, was zur Entwicklung der AMCM M 450 mit einem um 25% größeren Bauvolumen führte. Da auch eine Vergrößerung der Z-Achse für die Raumfahrt von großer Bedeutung war, entstand das Maschinenkonzept AMCM M4K zusammen mit dem US-amerikanischen Raumfahrtunternehmen Launcher. Mit Launcher hat AMCM auch den bisher größten 3D-gedruckten DMLS-Motorteil für Raketen entwickelt.

Der Bauraum wurde um den Faktor 3,5 auf 450 x 450 x 1.000 mm vergrößert. Durch eine innovative Achsenauslegung wurde die Systemhöhe so klein wie möglich gehalten. Mit der AMCM M4K ist der 3D-Druck von Brennkammern des Raketenantriebs und die Einspritzdüse an einem Stück mit einer Bauteilhöhe von 1.000 mm möglich. Das führt zu verbesserten Antriebssystemen, die weniger Treibstoff brauchen und größere Nutzlasten tragen.

3D-Druck von Medikamenten

Drucken feinster Strukturen für Streustrahlenraster mit Wandstärken von 100um
Mit dem AMCM 290 Upgrade ist das Drucken feinster Strukturen für Streustrahlenraster mit Wandstärken von 100 um möglich (im Bild: Streustrahlenraster)(Bild © AMCM).

Eine Kooperation mit dem Innovation Center des Wissenschafts- und Technologieunternehmens Merck aus Darmstadt brachte ein von Grund auf neu gedachtes und konstruiertes System mit CO2 Laser zur Herstellung von 3D-gedruckten Tabletten hervor, basierend auf pulverförmigem Ausgangsmaterial mit pharmazeutischen Wirkstoffen und Hilfsmitteln.
AMCM gibt an, dass damit ein neuartiger, vereinfachter und beschleunigter Prozess in der klinischen Medikamentenentwicklung in Tablettenform möglich wäre.

Tabletten können flexibel und nachhaltig entsprechend den spezifischen Marktanforderungen und angepasst an die Patientenbedürfnisse möglich werden. Mit dem AMCM-System kann Merck GMP-konforme (Good Manufacturing Practice) Tablettenformulierungen entwickeln und in einem ersten Schritt Prüfmaterialien für klinische Studien produzieren. Spätere kommerzielle Herstellungsdienstleistungen sind ebenfalls möglich.

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