In den letzten Tagen haben wir über einige erfolgreiche, teils besonders kreative Ideen berichtet, wie mit 3D-Druck in der aktuellen Coronavirus-Pandemie medizinischen Personal und Einrichtungen geholfen werden kann. Und gerade Kreativität ist bei medizinischen Themen halt so eine Sache. Die amerikanische Food and Drug Administration sieht deshalb den breiten Einsatz der 3D-Drucker für die Hilfe in der Coronavirus-Pandemie skeptisch. Ob das das richtige Signal ist?

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Food and Drug Administration LogoDie Coronavirus-Pandemie trifft medizinische Einrichtungen weltweit schwer. Krankenhäusern mangelt es an vielem, was für manche von entscheidender Wichtigkeit sein kann. Ob persönliche Schutzausrüstung für das Personal oder Beatmungsgeräte, rasches Handeln ist gefragt. Und rettet Leben. 3D-Druck-Unternehmen aus vielen Ländern wollen helfen (wir berichten fortlaufend).

Erster erfolgreicher Einsatz von 3D-Druck

mehrere der 3D-gedruckten Ventile
Die 3D-gedruckten Ventile aus Norditalien kamen bereits zum Einsatz (Bild © Lonati SpA).

In Norditalien haben sich 3D-Druck-Labore zusammengeschlossen, um rasch dringend benötigte Ersatzteile für Beatmungsgeräte zu entwickeln. Andere Unternehmen wie UltimakerBCN3D Technology und Siemens stellen ihre 3D-Druck-Kapazitäten zur Verfügung. Auch HP und immer mehr industrielle Unternehmen stellen ihre Produktionslinien auf Hilfsmittel im Kampf gegen die Ausbreitung von COVID-19 um. Mit dem 3D-Drucker ist es möglich, die durch die Pandemie überlasteten Lieferketten der Medizintechnik-Lieferanten zu entlasten. Nicht zertifizierte Geräte herzustellen, birgt jedoch auch Risiken.

Die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) ist die Lebensmittelüberwachungs- und Arzneimittelbehörde der Vereinigten Staaten. Sie geht davon aus, dass die 3D-gedruckte Schutzausrüstung nicht die gleiche Flüssigkeitsbarriere und den gleichen Luftfiltrationsschutz bietet wie jene der von der FDA zugelassenen Masken. Die Leitlinien der FDA weisen auf die Verwendung von Bandanas oder Schals als letzten Ausweg, jedoch nicht auf 3D-gedruckte Optionen, wie sie auf ihrer Website erklärt.

Maske mit Filter aus dem 3D-Drucker
Da es immer mehr Erkrankungen gibt, gehen Filter für die 3M-Masken aus oder sind zu teuer geworden (Bild © Przemysław Stachura).

Skeptisch bei 3D-Druck als Notlösung

Den 3D-Druck sieht die FDA mit Skepsis. Sie zieht die Verwendung von Originalteilen vor und erklärt, dass nicht jedes komplexe Produkt in 3D gedruckt werden könne. Die FDA empfiehlt, sich mit Unternehmen der Medizintechnik zusammenzuschließen und gemeinsam an Lösungen zu arbeiten.

Validierte Designs für 3D-gedruckte medizinische Geräte reduzieren das Risiko. Es wird daran gearbeitet, validierte Designs zur Verfügung zu stellen. Mitarbeiter verschiedener Einrichtungen werden die Wirksamkeit von 3D-gedruckten Teilen bewerten und Designs herausfiltern, die für Gesundheitsdienstleister und Patienten am nützlichsten sind, wenn die übliche Ausrüstung zur Mangelware wird.

Komplettansicht VentilAid
VentilAid soll günstig in der Herstellung sein und neben den 3D-gedruckten Teilen nur einfach erhältliche Bauteile ergänzend benötigen (Bild © Urbicum).

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