Das weltweit agierende Unternehmen Henkel hat sein Portfolio erweitert und investiert nun in die Erforschung von Materialien für den 3D-Druck. Der Hersteller für Konsumügüter investiert hat dafür unter der Bezeichnung „Henkel Adhesive Technologies“ einen eigenen Geschäftsbereich gegründet. Dieser ist unter anderem für die Entwicklung spezieller Harze, die für den 3D-Druck (DLP/ SLA) geeignet sind, zuständig.

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Henkel Logo englisch.Das deutsche Unternehmen Henkel, mit Hauptsitz in Düsseldorf-Holthausen, feierte in diesem Jahr sein 140-jähriges Bestehen. Nun hat es seine Absicht bekanntgegeben, mehr in die Entwicklung von 3D-Druck-Materialien zu investieren. Dabei soll es sich um Harze für den SLA / DLP 3D-Druck handeln, berichtet „Automotive World“ in Form einer Pressemitteilung.

Weltweit ist Henkel nicht nur als Hersteller von Waschmitteln, sondern auch für Klebstoffe bekannt und zählt zu den führenden Anbietern lichthärtender Acryl-, Epoxid- und Polyurethanharzen, die in den verschiedensten Branchen zum Einsatz kommen. Daher ist es nur noch ein kleiner Schritt hin zur Entwicklung von 3D-Druck-Materialien, da das benötigte Know-how bereits vorhanden ist.

Gebäude aus dem 3D-Drucker mit Henkel-Klebstoffen gefertigt

Dabei ist der 3D-Druck für Henkel gar nicht neu, hat man sich gemeinsam mit dem niederländischen Architektur-Design-Studio DUS Architects bereits ein kleines 3D-gedrucktes Haus realisiert. Auch das Henkel Europa-Gebäude wurde teilweise mit Hilfe der 3D-Drucker hergestellt. Hier waren die Klebstoffe maßgeblich an der Herstellung des bioplastischen Materials beteiligt, aus dem die Strukturen gedruckt wurden. Dieses Material entstand aus Henkel-Klebstoffen und Beton.

Amsterdamer Konferenzgebäude.
Die blaue Fassade des Amsterdamer Konferenzzentrums wurde zum Teil mit dem 3D-Drucker erstellt. (Bild: © henkel-adhesives.com)

Und auch die DUS Architekten sind keine Unbekannten in der 3D-Druck-Branche. Die Architekten sind gerade dabei, mit dem Canal House ein Projekt zu realisieren, an dem Henkel ebenfalls beteiligt ist. Dieses Amsterdamer Grachtenhaus wird im Jahr 2017 mit einem massiven 3D-Drucker errichtet, wobei die Hausfassade und die Innenwände aus 42 Komponenten bestehen.

Henkel arbeitet zudem nicht nur an lichthärtenden Harzen für den SLA- und DLP 3D-Druck, sondern auch an Filamenten und Pulvern für SLS- und FDM 3D-Druck-Anwendungen. „Dank unseres breiten Materialportfolios und unserer großen Kundenbasis in verschiedenen Branchen haben wir die Möglichkeit und die Fähigkeit, 3D-Drucklösungen für alle Arten von funktionalen Anwendungen zu ermöglichen. Wir glauben stark an die Zukunft der additiven Fertigung“, so Mike Olosky, Corporate Senior Vice President and Global Head of Innovation and New Business Development bei Henkel Adhesive Technologies.

Auf die weitere Entwicklung darf man gespannt sein. Wir halten in unserem Newsletter wie gewohnt kostenlos auf dem Laufenden.

Objekte ausd dem 3D-Drucker.
Für diese 3D-Applikationen wurden Druckmaterialien von Henkel verwendet. (Bild: © henkel-adhesives.com).
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