Hausbau:

Auf den Philippinen entsteht ein Hotel aus dem 3D-Drucker

Ein Hotelbesitzer auf den Philippinen hat das erste bewohnbare Gebäude mithilfe eines 3D-Druckers produzieren können. Was als Erweiterung zu seinem Hotel anfing, könnte schon bald in einem viel bedeutenderen Projekt münden.

Mittlerweile scheint es nichts Besonderes mehr zu sein, wenn Architekten behaupten sie könnten irgendwann ganze Häuser mithilfe von 3D-Druckern bauen. In der Theorie ist das auch möglich, wie bereits einige Projekte ansatzweise zeigen konnten, doch kein Unternehmen und auch kein Fachmann hat es bisher geschafft, vollständig bewohnbare Häuser aus dem 3D-Drucker zu präsentieren. Das 3D Print Canal House in Amsterdam ist noch im Bau. Und von dem 3D-gedruckten Haus in Deutschland hört man derweil auch nichts über Bewohner.

Mit dem neuen Projekt „The Lewis Grand“ könnte jetzt erstmals ein bewohnbares Gebäude aus dem 3D-Drucker entstehen. Lewis Yakich ist nicht nur technischer Ingenieur und Besitzer des The Lewis Grand, einem renommierten Hotel auf den Philippinen, sondern auch Fan der 3D-Drucktechnologie und deren unzähligen Einsatzmöglichkeiten. Aus diesem Grund plant der Hotelier mit der Unterstützung von Andrey Rudenko, dem Entwickler des ersten Schloss (Gebäude) aus dem 3D-Drucker, sein Hotel mit einem eigenen Wohnkomplex aus dem 3D-Drucker zu erweitern.

Einen Prototypen gibt es bereits und wie die Bilder beweisen, lässt sich dieses auch durchaus sehen. 10,5 x 12 Meter misst das Gebäude, das mithilfe eines bisher unbekannten 3D-Druckers hergestellt wurde. Ob es sich dabei um den erst diese Woche vorgestellten, neuen 12-Meter hohen 3D-Drucker von WASP handelt? Wohl eher nicht. Der eingesetzte 3D-Drucker soll lediglich auf eine Höhe von 3 Metern kommen. Die gesamte Größe des Gebäudes beläuft auf sagenhafte 130 Quadratmetern und ist damit das erste Gebäude, das auch tatsächlich bewohnt werden könnte. Auf zwei getrennten Wohnbereichen, einem Wohn- und Jacuzi-Zimmer, könnten es sich die Gäste des Hotels schon sehr bald gemütlich machen.

In 100 Stunden konnte das 3D-Hotel hergestellt werden, wobei die Produktion in mehreren Phasen aufgeteilt werden musste. In Zukunft soll der Druck des Gebäudes auch in einem einzigen Arbeitsschritt erledigt werden können, doch für das erste Mal, ist das schon ein recht gutes Ergebnis. Zwei Monate hat es gedauert den 3D-Drucker auf das Projekt einzustellen, einen weiteren Monat haben Yakich und sein Team gebraucht, um Design und Material bereitzustellen.

Hinter diesem Projekt steckt aber viel mehr, als nur der Wunsch das Hotel um eine Attraktion zu erweitern. Vielmehr möchte Yakich mit dem Bau eines solchen Wohnkomplexes zeigen, was alles mit 3D-Drucktechnik möglich sein kann. In den Philippinen sind die Menschen zudem auf kostengünstige Wohnmöglichkeiten angewiesen und so plant der Hotelbesitzer ab November den Bau von 20 weiteren Gebäuden dieser Art. Die Verträge sind bereits unterschrieben, bleibt nur zu hoffen, dass das Projekt auch tatsächlich zustande kommt und Menschen diese Bauweise auch abseits der Tourismusbranche nutzen können.

Hier entsteht ein Hotel mit einem 3D-Drucker

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