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Ausgetrickst: Gesichtsmasken aus dem 3D-Drucker täuschen Überwachungskameras

US-Amerikaner Leonardo Selvaggio bietet sein Gesicht als Maske aus einem 3D-Drucker online zum Verkauf an. „Identitätsprothese“ nennt er die Gesichtsmaske, die er damit bewirbt, dass biometrische Gesichtserkennung von Überwachungskameras mit der Maske nicht mehr erfolgreich möglich sei.

Der amtierende Bundesinnenminister Thomas de Maiziere (CDU) stellte am letzten Donnerstag seine Pläne für schärfere Überwachungsgesetze vor, die eine Ausweitung der Vorratsdatenspeicherung, Fluggastdaten-Überwachung und Gesichtserkennung beinhalten sollen. Die geplante Verschärfung der Überwachungsgesetze führt zu Protestaktionen bei Künstlern und Wissenschaftlern, die sich gegen Pläne einer Totalüberwachung ausgesprochen haben.

Maske aus 3D-Drucker

Maske aus dem 3D-Drucker: Das Gesicht von US-Amerikaner Leonardo Selvaggio kann sich jeder im Online-Shop bestellen und damit seine Identität vor Überwachungskameras verschleiern (Bild © leoselvaggio.com).

Der US-Amerikaner Leonardo Selvaggio wählt eine ganz eigene Form von Protest zum Thema biometrischer Massenüberwachung. Selvaggio leiht anderen Menschen sein Gesicht in Form einer Kunstharzmaske aus dem 3D-Drucker. Die er unter der Marke URME („you are me“; dt. „Du bist ich“) für 299 US-Dollar (ca. 267 Euro) bzw. 200 US-Dollar (ca. 178 Euro) anbietet.

Seinen Angaben zufolge handelt es sich bei seiner Maske um eine „Identitätsprothese“ mit der jemand sein eigenes Gesicht vor Überwachungskameras verbergen kann. Die Gesichtserkennung könne damit ausgehebelt werden. Die Gesichtsmaske wurde per 3D-Drucker hergestellt und ist über den Online-Shop von Selvaggio bestellbar.

In wie weit man es begrüßt eine Methode zu entwickeln Überwachungskameras auszutricksen, muss jeder für sich beantworten. Fakt jedenfalls ist, dass nicht die Fertigungstechnologie 3D-Druck und damit die immer besser und preiswerter werdenden Möglichkeiten der 3D-Drucker Schuld daran sind, dass kriminelle Ideen sich entwickeln, sondern immer noch der Mensch selbst. Dafür liefert unsere Themenseite „Waffen aus dem 3D-Drucker“ genügend Beispiele.

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