Kinderchirurgie:

Materialise erhielt für 3D-gedruckte pädiatrische Führungsschienen FDA-Zulassung

Materialise ist seit vielen Jahren auf dem Gebiet des 3D-Drucks aktiv. Nun erhielt es die FDA-Zulassung zur Herstellung chirurgischer Führungsschienen bzw. Halterungen, die von Chirurgen bei Osteotomie Operationen eingesetzt werden können.

Materialise Logo.Kinder ab einem Alter von etwa 7 Jahren, die an einer Knochenverletzung oder einer natürliche Deformität leiden, können in Kürze dank der von Materialise entwickelten 3D-gedruckten chirurgischen Halterungen eine viel bessere Behandlung erfahren. Zugleich lassen sich mit diesen Schienen Operationen wesentlich besser planen.

Ärzte bei einer OP.
Ärzte bei einer chirurgischen Operation. (Bild: © materialise.com)

In den vergangenen 9 Jahren konnten weltweit mehr als Tausend erwachsene Osteotomie-Patienten durch den Einsatz einer 3D-gedruckten Führungsschiene behandelt werden. Nun wurde der Anwendungsbereich aufgrund der durch die FDA (Food and Drug Administration) erteilten Zulassung auch auf Kinder ausgedehnt.

Bislang kamen bei der Planung von pädiatrischen Osteotomie-Operationen immer 2D-Röntgenbilder und handgefertigte chirurgische Führungen zum Einsatz. Gibt es bei einem Osteotomie-Patienten Unregelmäßigkeiten der Ulna oder des Radius, welche auf einem Trauma oder einem natürlichen Defekt basieren, war es den Patienten teilweise nicht möglich, die Arme richtig zu benutzen. Der Erfolg einer herkömmlichen Operation war nicht immer gewährleistet. Etwa 60 Prozent der Osteotomie-OP erzielten nicht den gewünschten Effekt oder verschlimmerten aufgrund von Komplikationen sogar die Schmerzen des Patienten.

Halterungen und Knochenmodelle.
Mit den patientenspezfisch gefertigten Halterungen bzw. Führungen können Operationen an einem Knochenmodell geplant werden. (Bild: © materialise.com)

Diese Ungewissheiten werden mit den 3D-gedruckten Halterungen bzw. Führungsschienen auf ein Minimum reduziert. Für jedes Kind wird durch den Chirurgen und weitere Mitarbeiter eine individuelle Führungsschiene entwickelt. Das detaillierte virtuelle 3D-Modell wird durch das Hochladen von Röntgenaufnahmen in eine erweiterte Materialise Mimik-Software erstellt und wiederum als Grundlage für die zu druckende Führung verwendet. So erhält der Chirurg ein viel klareres Bild über den zu behandelnden Bereich.

„Wenn wir diese 3D-Druck-Technologie für die pädiatrische Chirurgie zugänglich machen, haben die Chirurgen Zugang zu den Erfahrungen unserer klinischen Ingenieure, die Osteotomie-Führer entwickeln“, Bryan Crutchfield, Vizepräsident und General Manager von Materialise Nordamerika. „Wir helfen ihnen, auch die komplexesten Knochenkorrekturen durchzuführen, die einen positiven Einfluss auf das weitere Leben des Kindes haben werden.“

Ein besonders komplexer Fall wurde jetzt aus Großbritannien bekannt. Ein Patient, der sich einer routinemäßigen Handgelenk-OP unterzog, erwachte danach in einem schlechteren Zustand und musste sich einer zusätzlichen OP unterziehen, da die erste nicht komplikationslos ablief und weitere Schmerzen zur Folge hatte. Daraufhin wurde von beiden Handgelenken ein 3D-Scan angefertigt. Die 3D-gedruckte Führung wurde während der zweiten OP eingesetzt, die Schmerzen reduzierten sich damit erheblich.

In Zukunft werden weltweit viele Kinder, die unter Knochendeformitäten oder -traumata leiden, von der 3D-Druck-Technologie profitieren. Selbstverständlich berichten wir in unserem 3D-grenzenlos Newsletter ebenfalls darüber.

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