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Replik: Vom "Islamischen Staat" zerstörtes Mosul Museum im Irak wird mit 3D-Druck wiederbelebt

Mit Hilfe von 3D-Druck und Photogrammetrie konnte die Organisation Rekrei wertvolle, von dem IS zerstörte, historische Kunstwerke, rekonstruieren. Die Repliken basieren auf Tausenden Fotos, die von Besuchern des Mosul Museums im Irak vor der Zerstörung durch den IS gesammelt werden konnten.

Logo REKREIIm Februar 2015 zerstörte die Terrorgruppe ISIS das Mosul Museum im Irak, indem die Terroristen mit Bohrhämmern und Schlagbohrern historisch wichtige Artefakte in massiver Weise beschädigten und teils vollständig zerstörten. Eine der zerstörten Statuen war die assyrische Löwenstatue, die 860 vor Christus aus Kalkstein gehauen wurde.

Die gemeinnützige Organisation Rekrei konnte die zerstörte Artefakte-Sammlung mit Hilfe von einem 3D-Drucker und Crowdsourcing einschließlich der Löwenstatue wiederherstellen. Die Repliken befinden sich im siebten Stock des Museums für Kunst und Design in New York (MAD). Rekrei zeigte darüber hinaus die Statue eines Priesters aus der alten persischen Stadt Hatra und dass aus dem ersten Jahrhundert stammende Nirgul-Flachrelief.

Löwe Mosul Museum Irka

Original: Foto der Statue des bekannten Löwen im Mosul Museum im Irak (Bild © projectmosul.org).

Zur Herstellung der Repliken verwendet Rekrei einen als Photogrammetrie genannten Prozess bei dem Crowdsourcing-Fotos mit digitalen 3D-Modellen der Artefakte per 3D-Drucker hergestellt werden. Für das Crowdsourcing standen zahlreiche Fotos von Besuchern des Mosul Museums vor der Zerstörung zur Verfügung.

Gegründet im März 2015 lief Rekrei innerhalb von zwei Wochen erfolgreich an und nach Angaben der beiden studentischen Gründer der Organisation aus Deutschland und Spanien, sei Rekrei die allererste Initiative die Photogrammetrie in dieser Größenordnung verwendet. Die Gruppe erwarb bereits 5000 Bilder von 40.000 Besuchern ihrer Webseite. Auf Basis der Bilder konnten 40 Artefakte erstellt werden.

Die 3D-Rendermodelle können in allen Winkeln betrachtet und gedreht werden, die in Abhängigkeit vom jeweiligen Artefakt aus 50 bis 100 Bildern bestehen können. Rekrei hat vor kurzem eine Partnerschaft mit dem Economist Media Lab geschlossen, um die VR-Version des Museums per Google Cardboard herzustellen.

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