3D-Drucker in der Raum- und Luftfahrt sind heute keine Seltenheit mehr. Viele große Unternehmen, angefangen mit den Vereinigten Staaten haben deshalb auch sehr schnell mit General Electronics beispielsweise angefangen 3D-Drucker für die Massenproduktion von Kraftstoffdrüsen zu entwickeln. Jetzt hat ein Großunternehmen aus Deutschland sich dem ebenfalls angeschlossen.

MTU 3D-Druck-Naben
Die Ära des 3D-Metalldrucks hat auch im Flugzeugbau begonnen (Foto: © mtu.de)

Von MTU Aero Engines, einem deutschen Unternehmen, das Mitte der 1930er Jahre gegründet wurde und sich seither als Triebwerkhersteller einen Namen machen konnte, ist hier die Rede. In München gegründet unterhält das Unternehmen mehr als 9.000 Mitarbeiter und ist mit einem jährlichen Umsatz von 3,9 Milliarden Euro nun auf dem Weg 3D-Drucktechnologie für sich zu nutzen. Geplant ist die Massenproduktion von Industrieendoskop-Naben mit einer Nickellackierung für das neue Düsenverkehrsflugzeug von Airbus, dem A320neo. Mit neuen Funktionen und Komponenten erhofft sich Airbus so den Kraftstoffverbrauch auf bis zu 15 Prozent reduzieren zu können.

Bereits angewendete Naben der Flugzeugmotoren PW1100G-JM GTF von Pratt & Whitney wurden in der Vergangenheit gewalzt oder gegossen, was aber heute modernste 3D-Drucktechnik übernehmen soll. Mit EOS-Maschinen sollen zukünftig alle benötigten Naben angefertigt werden und das in Rekordzeit. Und nicht nur das, diese Technologie macht es möglich, dass MTU gemeinsam mit Airbus beim Bau neuer Naben mehr Designfreiheiten erhält und Kosten einspart, was ohne 3D-Druck vorher nicht möglich gewesen ist.

MTU Aero Engines
3D-Druck ist heute ein wichtiger Bestandteil des MTU und soll helfen Flugzeuge schneller und kostengünstiger zu bauen (Foto: © mtu.de)

Derweil plant MTU die Produktion von 16 Naben in einem einzigen Druck und insgesamt 2.000 im kommenden Jahr. Mit EOS-Drucksystemen kann MUT nicht nur die Oberflächenstruktur der Naben optimieren, neue Produktionsketten mit eigenem Rohmaterialien entwickeln, sondern auch neue Online-Systeme einführen, die es dem Unternehmen erlaubt die einzelnen Arbeitsschritte und Druckschichten besser zu kontrollieren.

Dr. Karl-Heinz Dusel ist Leiter der Rapid Technologies am MTU und zuversichtlich, dass Additive Technologien und -Produktionen eine tragende Rolle im Flugzeugbau spielen werden. Schon vor zehn Jahre hat das Unternehmen angefangen auf Additive Manufacturing zu setzen. Und daran soll sich auch nichts ändern, denn die Naben mögen kleine Komponenten in Flugzeugen darstellen, doch bedeuten sie einen wichtigen Schritt im Bereich der Metall-Massenproduktion mithilfe von 3D-Druckern.

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