Das Schweizer Unternehmen Oerlikon übernimmt das deutsche Unternehmen Citim GmbH aus Barleben. Mit dem Spezialisten für additive hergestellte Metallkomponenten wollen die Schweizer ihre Expansion im Bereich des 3D-Drucks weiter vorantreiben.

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Oerlikon und Citim LogoDas Schweizer Unternehmen Oerlikon schärft sein Profil in der additiven Fertigung mit der Übernahme der deutschen Firma Citim GmbH. Die Firma habe eine führende Position in den Bereichen Design und Produktion für additiv hergestellte Metallkomponenten in Kleinserien, so Oerlikon zu den Übernahmegründen. Der Jahresumsatz bei Citim belief sich 2015 auf rund 12 Millionen Schweizer Franken und entspricht umgerechnet 10,96 Millionen Euro. Zum Kaufpreis haben beide Unternehmen ein Stillschweigen vereinbart und unterzeichnet. Die gekaufte Firma wird dem neu gegründeten Bereich additive Fertigung der „Division Surface Solutions“ zugeordnet, berichtet „Oerlikon“ in einer Pressemitteilung.

Die Übernahme sorge für eine Ergänzung des Technologie- und Serviceangebots von Oerlikon in der additiven Fertigung mit hochmodernen 3D-Druck-Produktionskapazitäten in Europa und den USA. Citim fertigt Bauteile für die Luftfahrt– und den Automobil– und Energiesektor. Es sind die gleichen Branchen, in denen Oerlikon vertreten ist.

Oerlikon Gebäude vom Hauptsitz
Oerlikon-Hauptsitz in der Schweiz (Bild © Oerlikon).

Im Jahr 1996 wurde Citim in Barleben bei Magdeburg gegründet und zählt rund 120 Mitarbeiter. Die Schwerpunkte liegen auf Prototypenwerkzeuge für Druck- und Spritzguss, plus Lasersintern, 3D-Druck und Laserschmelzen von Metall. Die Expansion in den USA erfolgte 2013 mit der Gründung der Citim AM, die mittlerweile über 15 additive Metall-Fertigungsanlagen verfügt.

Oerlikon strebt das Ziel der Industrialisierung der additiven Fertigung an, weil mit ihr die Design- und Konstruktionsmöglichkeiten für industrielle Schlüsselkomponenten ergänzt und die Kosten von Kleinserien und Spezialanfertigungen gegenüber traditionell gefertigten Teilen gesenkt werden können. Per 3D-Druck lassen sich Bauteile herstellen, die über eine verbesserte Leistungsfähigkeit verfügen und wertvolle Werkstoffe effizienter einsetzen, sowie Abfälle und damit Kosten reduzieren, ist Oerlikon überzeugt.

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