In einer Pressemitteilung gab der globale Anbieter medizinischer Komponenten und Produkte, Paragon Medical, den Start des Baus seiner neuen additiven Fertigungsanlage im Bundesstaat Indiana bekannt. Die neue Anlage bietet dem Unternehmen eine Produktions- und Betriebsfläche von 3.150 m² für 3D-Druck-Anwendungen. In ihrer Anlage in Warschau verfügte das Unternehmen bisher über eine Produktionsfläche von 1.300 m².
Details zur neuen Anlage
In die neue Produktionsstätte wurden bisher 16 Mio. USD (13,65 Mio. EUR) investiert. 19 Mio. USD (16,21 Mio. EUR) sollen in den nächsten fünf Jahren folgen. Die Investition umfasst die Anlage, 3D-Drucker, Inspektions- und Hilfsgeräte, mit denen Paragon Medical den gesamten additiven Fertigungsprozess vom Pulver bis zum fertigen Produkt vertikal integrieren kann. Zu Beginn wird der Fokus auf der Herstellung poröser Titanimplantate liegen. Später soll es auf zusätzliche Metalle und medizinische Geräteanwendungen ausgedehnt werden.
Simon Newman, CEO von MW Industries, der Muttergesellschaft von Paragon Medical, sagte:
„Additive Fertigung ist ein wesentlicher Bestandteil der Zukunft der medizinischen Fertigung. Diese neue Anlage wird es uns ermöglichen, branchenführende Technologien und Prozesse für die additive Metallfertigung bereitzustellen. Wir werden in der Lage sein, leichtere, komplexere medizinische Teile schneller zu produzieren und unseren Kunden dabei zu helfen, Lösungen anzubieten, die die gesamte Gesundheitsbranche voranbringen.“

Partnerschaft mit 3D Systems
Die additive Fertigung ermöglicht die Fertigung medizinischer Teile wie Implantate, stärker und leichter mit komplexen Designs für ein besseres Patientenergebnis. Die additive Fertigung erzeugt auch im Vergleich zur herkömmlichen Bearbeitung sehr wenig Abfall und verbessert die Skalierbarkeit, um sicherzustellen, dass den Kunden konsistente, qualitativ hochwertige Produkte geliefert werden können.
Über die Partnerschaft von Paragon Medical mit 3D Systems werden Additive Fertigungstechnologien und -Prozesse bereitgestellt. Die Partnerschaft umfasst Maschinen-Onboarding und -Validierung, Teilekonstruktion und Prozessentwicklung, behördliche Unterstützung, Materialbeschaffung und -Versorgung. Mit VisiJet M2S-HT90 hat 3D Systems vor Material für den 3D-Druck in der Medizin vorgestellt.
Sean Miller, Vice President of Sales bei Paragon Medical, sagte:
„Unsere Partnerschaft mit 3D Systems ist eines der aufregendsten Elemente dieses Projekts. Ihre Expertise in additiver Technologie und Verfahren ist beispiellos. In Kombination mit unserer Erfahrung in der medizinischen Herstellung können wir einen bedeutenden Unterschied im Gesundheitsmarkt machen.“
Das neue additive Fertigungszentrum von Paragon Medical soll bis Ende 2022 voll betriebsbereit sein. Über die weitere Entwicklung der additiven Fertigung weltweit berichten wir auch zukünftig täglich im 3D-grenzenlos Magazin (Newsletter abonnieren).






