Logo RenishawRenishaw hat in einer Pressemitteilung angekündigt, dass die Metall-3D-Drucker des Unternehmens dazu beitragen sollen, für die Luft– und Raumfahrtindustrie Hochgeschwindigkeitsturbinenschaufeln herzustellen. Dazu ist die Tochterfirma Renishaw Ibérica dem Futuralve-Projekt beigetreten, an dem sich auch viele spanische Ingenieurbüros sowie der Motorenhersteller ITP beteiligen.

Mitarbeiter an einem Renishaw AM 400 Metall-3D-Drucker
Der Additive Manufacturing Design Ingenieur Alex Garcia an einem Renishaw AM 400 Metall-3D-Drucker. (Bild: © renishaw.com)

Das Futuralve-Projekt

Das auf vier Jahre angelegte Futuralve-Projekt wird vom „Centre for the Development of Industrial Technology“, das im Auftrag der spanischen Regierung handelt, gefördert. Das Projekt zielt darauf ab, für Hochgeschwindigkeits-Luft- und -Raumfahrt-Turbinen neue Technologien zu entwickeln. Renishaw wird hier den 3D-Druck der Leichtbauteile übernehmen und auch seine Technologie zur Messung und Qualifizierung der einzelnen Komponenten einbringen.

Fertigung Renishaw AM 500M Metall-3D-Drucker
Fertigung der Renishaw RenAM 500M Metall-3D-Drucker. (Bild: © renishaw.com)

Renishaw wird dabei am „Centre for Advanced Aerospace Technologies“ (CATEC), das in Sevilla ansässig ist, arbeiten. Dieses Zentrum hat bereits in diesem Jahr einen Renishaw RenAM 500M Metall-3D-Drucker erworben. Den Zweck der Forschung läutert Dr. Marc Gardon, PhD für Materialwissenschaft bei Renishaw Ibérica, folgendermaßen:

Revo-2-Messtechnologie kontrolliert Turbinenflügel

„Hochleistungskomponenten in Luft- und Raumfahrt-Turbinen erfordern Materialien, die in sehr aggressiven Umgebungen hervorragende mechanische Eigenschaften aufrechterhalten können. In diesem Rahmen haben Nickel-basierte Superlegierungen, die aus einer subtraktiven Bearbeitung hergestellt werden, gewisse Gestaltungseinschränkungen, die den Gesamtwirkungsgrad des Motors / Systems beeinträchtigen können. Daher wird ein günstiges Szenario für die additive Herstellung identifiziert, bei dem komplexe Geometrien, die durch herkömmliche Verfahren nicht erreichbar sind, hergestellt werden könnten.“

Verbindung aus additiver Technologie und Messtechnik

Gerade für die Luft- und Raumfahrt ist die Notwendigkeit der Validierung sehr wichtig. Deshalb ist es von großem Vorteil, dass Renishaw nicht nur beim 3D-Druck, sondern auch Messgeräte produziert. Der Renishaw Ibérica Geschäftsführer Victor Escobar äußerte sich dazu wie folgt:

„Das Futuralve-Projekt, das auch unsere Koordinatenmessgeräte und Additiv-Fertigungsprodukte mit einbezieht, nutzt Renishaws innovatives Werkzeugkontaktsystem SPRINT. SPRINT erhöht die Anzahl der gescannten Punkte auf Teilen, die hergestellt oder repariert werden, in einer Weise, die eine präzisere Bearbeitung und eine Verringerung der Messzeiten ermöglichen.“

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