Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) wird seine 3D-Druck-Kapazitäten dem Kampf gegen das neuartige Coronavirus zur Verfügung zu stellen. So sollen im Hause des DLRs dringend benötigte Atemschutzmasken und Ventile für Beatmungsgeräte im 3D-Drucker entstehen und das medizinische Personal besser davor beschützen, sich mit COVID-19 zu infizieren. Eine Vernetzung mit anderen Einrichtungen soll die tägliche Produktionszahl sukzessive erhöhen.

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Derzeit mangelt es aufgrund der Pandemie mit dem SARS-CoV-2-Virus vor allem in den Epizentren der Pandemie an medizinischen Dingen wie Beatmungsgeräten oder Schutzausrüstung für das Personal. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) möchte laut einer Pressemitteilung mit seinen 3D-Druckern dazu beitragen, die Produktion von medizinischer Schutzausrüstung möglichst schnell voranzubringen. Auch Unternehmen wie Ford, Mercedes Benz, Siemens und viele weitere Unternehmen, private Hobby-Makers und Institutionen unterstützen medizinisches Personal und Ersthelfer mit dringend benötigten Dingen wie zum Beispiel 3D-gedruckten Gesichtsschutzschilden, um sich vor einer Ansteckung mit dem SARS-CoV-2-Virus zu schützen. Eine Übersicht dazu bietet folgende Themenseite.

Erster Probelauf erfolgreich

Wo normalerweise Geräte für das Rapid Prototyping der Forschungsinstitution Modelle für Flugzeuge und Raketen entstehen, werden in den nächsten Wochen Geräte und Bauteile für medizinische Schutzausrüstung mit dem 3D-Drucker hergestellt, die in dieser aktuellen Notlage medizinischen Einrichtungen helfen sollen. Die EU-Kommission bat das DLR um Unterstützung.

Nach einem ersten erfolgreichen Probelauf wird die Produktion der medizinischen Geräte wie Schutzmasken und Ventile für Beatmungsgeräte mit dem 3D-Drucker gestartet. Nachdem den Technikern keine CAD-Daten vorlagen, führten sie die Tests mit Bauteilen auf Basis frei verfügbarer Vorlagen durch. Sie verwendeten dabei für den Medizinbereich zugelassene Kunststoffe.

Bis zu zehn Schutzmasken und 15 Ventile für Beatmungsgeräte täglich möglich

Die Atemschutzmaske bietet durch die gummiartigen Materialien eine sehr gute Passform und hohen Tragekomfort. Jetzt gilt es, die vorhandenen 3D-Drucker-Kapazitäten im DLR zu erfassen, heißt es in der Pressemitteilung. Neben kleinen Fabrikationsgeräten gibt es bei dem DLR auch größere Rapid-Prototyping-Anlagen. Diese arbeiten mit dem FDM-Verfahren und dem selektiven Lasertechnik. Das Systemhaus Technik verfügt über einen recht großen Maschinenpark.

Manche Geräte können „wie eine automatische Heißklebepistole Kunststoffgranulat verflüssigen“ und schichtweise übereinanderlegen. Andere härten flüssigen Kunststoff mit UV-Licht aus. Laut den Technikern seien im DLR bis zu 15 Ventile für Beatmungsgeräte oder bis zu zehn Schutzmasken pro Tag möglich. Das Zentrum will sich vernetzen, um so größere Mengen produzieren zu können. Derzeit wird daran gearbeitet, die hergestellten Objekte für den medizinischen Gebrauch zertifizieren und zuzulassen. Bleiben Sie zu allen Entwicklungen rund um das neuartige Coronavirus und die SARS-CoV-2-Pandemie mit Bezug auf den 3D-Druck auf dem Laufenden und abonnieren Sie den 3D-grenzenlos Magazin-Newsletter (hier abonnieren).

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