Die beiden Unternehmen Renishaw und Mercedes-Benz Classic haben auf der Techno Classica 2019 in Essen die Möglichkeiten und Grenzen des 3D-Drucks für die Fertigung von Ersatzteilen von Oldtimern aufgezeigt. Die Beschaffung der Originalteile ist nicht immer einfach und selten wirtschaftlich. Mit 3D-gedruckten Ersatzteilen soll Oldtimerbesitzern geholfen werden, schneller und günstiger an benötigte Ersatzteile zu kommen.

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Die beiden Unternehmen Renishaw und Mercedes-Benz Classic präsentierten auf der Techno-Classica 2019 in Essen die Möglichkeiten des Metall-3D-Drucks für Oldtimer-Ersatzteile.

Originalteile aus dem 3D-Drucker

Der 3D-Druck ermöglicht es, Originalteile für klassische Fahrzeuge anzufertigen. Mercedes-Benz Classic fertigt diese für klassische Fahrzeuge nach und stellt so eine umfassende, bedarfsorientierte und langfristige Teileversorgung sicher, heißt es in einer Pressemitteilung von Mercedes Benz Classic. Es wird angefertigt, was in der Versorgung ausläuft, aber auch das, was schon länger nicht mehr verfügbar ist.

Originalteile werden laut Thomas Budde, Release, Service & Parts bei Mercedes Classic, nach den originalen Vorgaben und Zeichnungen des Unternehmens hergestellt. Es stehen derzeit rund 80.000 Originalteile für klassische Fahrzeuge zur Verfügung. Selten kommt es auch vor, dass die nachträgliche Herstellung eines Ersatzteils teurer als der Wert des Wagens ist. Mit dem 3D-Druck will Budde diese wirtschaftlicher anfertigen.

Mercedes-Benz Classic auf der Techno Classica 2019
Es stehen derzeit rund 80.000 Originalteile für klassische Fahrzeuge zur Verfügung (Bild © Mercedes Benz Classic).

Wirtschaftliche Fertigung dank 3D-Druck

Das Technologieunternehmen und Hersteller für 3D-Drucker Renishaw ist seit einigen Jahren zertifizierter Zulieferer für Autoersatzteile aus dem 3D-Drucker. Maximilian Boulter, Technical Project Manager Additive Manufacturing bei Renishaw, erklärt: „3D-gedruckte Ersatzteile haben den Vorteil in der hohen Verfügbarkeit bei geringer Stückzahl. Eine Lagerhaltung ist kaum mehr notwendig.“

Da es keine digitalen 3D-Daten von Bauteilen klassischer Fahrzeuge gibt, muss man diese von den original 2D-Daten in 3D-Daten überführen bzw. neu konstruieren oder man scannt ein Originalteil und digitalisiert dieses. Optimal wäre das Vorhandensein der technischen Zeichnung im Original.

Budde betont: „(…) denn das Wichtigste für den Oldtimerbesitzer ist nämlich immer der Erhalt der Originalität.“

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