Für uns Menschen haben 3D-Drucker schon vieles bewirken können, doch auch in der Veterinärmedizin kann diese Technologie eingesetzt werden. Sei es um Prothesen für Hund, Katz und Maus herzustellen – die Liste der tierischen Patienten ist lang.

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Schildkröte Cleopatra
Schildkröte Cleopatra hat dank Schutzhaube aus dem 3D-Drucker keine Schmerzen mehr. (Bild © RJ Sangost)

Ein Beispiel dafür ist „Cleopatra“. Die Schildkröte ist nur eines der zahlreichen Tiere, die von Nicola Novelli, Tierschützer und Reptilienexperte, aufgenommen und gepflegt wurde. Cleopatra leidet an einer Krankheit, die oft durch Unter- oder Mangelernährung herbeigeführt wird. Wenn das Tier nichts bekommt oder es mit den falschen Lebensmitteln gefüttert wird, dann bekommt es das, was man in der Veterinärmedizin „Pyramidienbuckel“ nennt, eine metabolische Knochenkrankheit, die sich vor allem in den Panzern der Schildkröten entwickeln kann.

Wollen die Tiere mit anderen spielen oder sich paaren, ist es üblich, dass diese auf den Panzer des anderen steigen. Dabei liegt das komplette Körpergewicht an den porösen Stellen des Panzers und es kommt zu Ermüdungen und schlimmstenfalls zu Knochenbrüchen. Ist der Panzer einmal brüchig, kann es wiederum zu bakteriellen Infekten im Inneren des Tieres kommen. Das wollte Novelli mit einer genialen Idee verhindern.

Schildkrötenhauben
Roger Henry von der Technischen Universität in Colorado hat mehr als 600 Stunden an weiteren Modellen gearbeitet. (Bild © Roger Henry)

Novellis Ehrgeiz sich um Tiere zu kümmern begann mit seiner Arbeit im Los Angeles County Animal Control, wo er Reptilien und andere wilde Tiere vor menschlichen Eingriffen schützte. Mit der Gründung von Canyon Critters, einem Tierpark, in dem Kinder und Erwachsene mehr über den Umgang mit Tieren lernen können, konnte sich Novelli einen Lebenstraum erfüllen. Nachdem er Cleopatra aufgenommen und sie richtig ernährt hatte, wollte er mehr tun.

So kam ihm die Idee zu einer Schutzhaube für den Panzer, die nicht nur das Tier vor weiteren Schäden bewahren, sondern auch aus dem 3D-Drucker stammen sollte. Roger Henry der zufällig Canyon Clitters besucht hatte und an der Technischen Universität von Colorado arbeitete, wollte Novelli helfen. Mithilfe des 3D-Druckerstores in Denver, der Material und die Druckmöglichkeiten zur Verfügung stellte, konnte Novellis Idee realisiert werden.

Dank 3D-Drucktechnologie und dem Wunsch diese für tolle Projekte zu nutzen, konnte Cleopatra geholfen werden. Und sie wird mit Sicherheit nicht das einzige Tier bleiben.

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