Neuer Kiefer für Meeresbewohner:

Verletzte Schildkröte wird durch 3D-Technologie das Leben gerettet

Einer verletzten Schildkröte wurde mit Hilfe des 3D-Drucks das Leben gerettet. Das Unternehmen BTech Innovation konnte zusammen mit Tierärzten einen neuen Kiefer und Schnabel entwickeln mit dem die Schildkröte wieder leben kann.

Schildkröte nach der Operation
Schildkröte mit neuem Ober- und Unterkiefer aus Titanium aus dem 3D-Drucker (Bild © techgenmag.com).

In der Türkei verletzte sich eine Meeresschildkröte bei einem tragischen Unfall. Bei der Kollision mit dem Propeller eines Motorboots wurden Ober- und Unterkiefer des Tieres sehr stark in Mitleidenschaft gezogen. Teile des Lebensnotwendigen Gebiss der Schildkröte waren komplett abgeschlagen. Eine türkische Tierschutzgruppe fand das Tier leblos im Meer herumtreiben, sammelte es ein und brachte es auf schnellstem Weg zur Pamukkale University, wo ein Forschungszentrum für Meeresschildkröten eingerichtet ist. Darüber hinaus wird die Station auch als Rettungs- und Rehabilitierungseinrichtung für Schildkröten genutzt.

Die Mitarbeiter versorgten sofort die Wunden des kleinen Patienten und pflegten die Meeresschildkröte wieder gesund. Nichtsdestotrotz sahen die Überlebenschancen der Schildkröte in der Wildnis nicht besonders rosig aus. Denn immerhin musste das Tier weiterhin gefüttert werden. Aus dieser Situation heraus haben die Helfer entschieden mit der medizinischen Firma BTech zusammen zu arbeiten.

3D-Scan der Schildkröte
Kopf und Kiefer mit dem 3D-Scanner erfasst (Bild © techgenmag.com).

Der Vorsitzende des Unternehmens Kuntay Aktas beschloss nicht nur, dass es möglich ist einen maßangefertigten Schnabel für die Schildkröte zu erschaffen. Er gab darüber hinaus auch bekannt, dass alle Arbeiten des 3D-Drucks und alle damit verbundenen Serviceleistungen umsonst verrichtet werden. In Folge dessen nahmen die Mitarbeiter von BTech mit Hilfe eines 3D-Scanners Bilder vom Kopf und Kiefer der Schildkröte und konvertierten diese in 3D-Modelle. Mit Hilfe der Software Mimics Innovation Suite, dem Know-How der Tierärzte und anderen Analyse-Werkzeugen konnten die Bewegungen von Kopf und Kiefer der Schildkröte fast originalgetreu nachempfunden werden.

Als Ergebnis erschien ein neuer aus Titanium angefertigter Kiefer aus dem 3D-Drucker für die Schildkröte. Mittlerweile wartet die 45 Kilogramm Schildkröte nur noch darauf in die Freiheit entlassen zu werden. Die Operation des neuen Kiefers war erfolgreich. Allerdings muss sich die Schildkröte noch von den Strapazen der Operation und den Antibiotika erholen.

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