Der Lübecker 3D-Drucker-Hersteller SLM Solutions verzeichnete im zweiten Quartal dieses Jahres einen deutlichen Umsatzeinbruch um mehr als 6 Millionen Euro. Trotzdem scheint das Unternehmen etwas optimistischer in die Zukunft zu blicken.

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Der in der Hansestadt Lübeck ansässige 3D-Drucker-Hersteller SLM Solutions verbuchte im zweiten Quartal 2017 ein Nettoergebnis von minus 2,14 Millionen Euro nach 0,3 Millionen Euro im Vorjahr. Der Umsatz fiel von 19,73 auf 13,04 Millionen Euro. Vorab hatte der Konzern bereits darüber informiert, dass Veränderungen im Markt für additive Fertigung einen deutlichen Rückgang beim Auftragseingang verursacht hätten. Vom Aufsichtsrat wurde vor kurzem überraschend der Vorstandsvorsitzende abgesetzt und der Vorstandsvertrag mit dem CTO Uwe Schöneborn verlängert.

Wie Uwe Börgershausen, der Vorstand der SLM Solutions Group, berichtet, setzt sich die additive Fertigung mehr und mehr durch und habe für große Industrieunternehmen mittlerweile eine strategische Bedeutung. In den letzten Monaten vereinbarte SLM Solutions mit Firmen wie der US-Gesellschaft Divergent und der italienischen BeamIT eine Partnerschaft. Mit den Partnerschaften soll die Metall-3D-Druck weiterentwickelt und an die vielfältigen Produktionsanforderungen angepasst werden.

Laut Bögershausen führe die bei einigen Kunden anhaltende abwartende Haltung teilweise dazu, dass das Interesse an den Maschinen nicht sofort in Auslieferungen umgemünzt werden kann. Diese Entwicklung soll nur vorübergehend sein. Die Prognose für Umsatz und der bereinigten EBITDA-Marge des Geschäftsjahres 2017 wurde von der SLM Solutions Group AG bestätigt.

SLM 500 Metall-3D-Drucker
Ein Modell des neuen SLM 500 Metall-3D-Druckers. (Bild: © SLM Solutions)

Im Juni 2017 berichtete der Hersteller von einem Großauftrag aus China im Wert von 12 Millionen Euro, in dessen Rahmen zehn SLM 500-Multilasermaschinen an den Auftraggeber geliefert werden sollen. Die New Yorker Investmentgesellschaft OppenheimerFunds erwarb im Februar dieses Jahres einen Aktienanteil von 3 Prozent an der SLM Solutions Group AG. Auf der Messe formnext 2016 stellte das Unternehmen mit dem SLM 280 2.0 einen 3D-Drucker für selektives Laserschmelzen von Metallteilen vor, der mit umfangreichen Überwachungsfunktionen im Rahmen der Prozesskontrolle ausgestattet wurde. Weitere News zu SLM Solutions bietet Ihnen unsere gleichnamige Themenseite und regelmäßig unser 3D-Drucker-Newsletter (jetzt abonnieren).

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