Das norwegische DNV GL hat mit dem DNVGL-SE-0568 ein Spezifikationsdokument entworfen, das den 3D-Druck in der Öl- und Gasbranche unterstützen soll. Es sollen unter anderem Sicherheits- und Qualitätsstandards für additiv hergestellte Teile bestätigt werden. Auch 3D-Druck-Materialien sind dabei ein wichtiges Thema.

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DNV GL LogoMit einem Spezifikationsdokument für 3D-Druckdienste will das globale Zertifizierungs- und Risikomanagementunternehmen DNV GL die additive Fertigung in der Öl- und Gasindustrie unterstützen. Die Spezifikation DNVGL-SE-0568 definiert das Qualifizierungsschema für die additive Fertigung von DNV. Sie enthält Einzelheiten zum Erhalt und zur Aufbewahrung einer Reihe von 3D-Druck-Zertifikaten des Unternehmens. Die Spezifikation enthält außerdem Zertifikate, die Einrichtungen und digitale Fertigungsdienstleistungen unterstützen und Zertifikate, die Hersteller, Bauprozesse, 3D-Drucker, Teile und Personal qualifizieren.

Details zum Spezifikationsdokument

Das Dokument, das gemäß dem Industriestandard DNVGL-ST-B203 entwickelt wurde, wurde vom DNV davor für metallische Komponenten im Energiesektor erstellt. Die Spezifikation soll die Industrie dabei unterstützen, den Metall-3D-Druck sicher und effizient einzuführen.

Brice Le Gallo, Regionaldirektor für Energiesysteme (APAC) bei DNV, erklärt:

„Die DNVGL-SE-0568-Service-Spezifikation wird sicherstellen, dass Sicherheits- und Qualitätsstandards für additiv hergestellte Teile bestätigt werden, um Vertrauen in die Lieferkette und zu schaffen, um die Unterstützung und das Buy-In der Endbenutzer zu erhalten.“

3D-gedruckter Festmacherkettenprüfstand
Mit der Veröffentlichung der Service-Spezifikation DNVGL-SE-0568 ermöglicht die DNV GL, dass additive Fertigungssysteme den höchsten Standards was Zuverlässigkeit und Qualität angeht, entsprechen (im Bild: 3D-gedruckter Festmacherkettenprüfstand) (Bild © DNV GL).

Die Einführung des 3D-Drucks kann im Energiesektor lange und teure Produktionsstillstände vermeiden und den gesamten CO2-Fußabdruck reduzieren. Auch Vorlaufzeiten und Transportkosten lassen sich senken. Der DNV hebt vor, dass es wichtig ist, das Vertrauen in den 3D-Druck zu stärken.

Le Gallo fügt hinzu:

„Um die weit verbreitete Verwendung der additiven Fertigungstechnologie zu ermöglichen und ihr Potenzial zur Störung des Betriebs und der Wartung in der Industrie auszuschöpfen, muss ein höheres Maß an Vertrauen in die Produkte bestehen, die für den laufenden Einsatz erforderlich sind.“

Mit der Veröffentlichung der Service-Spezifikation DNVGL-SE-0568 ermöglicht die DNV GL, dass additive Fertigungssysteme den höchsten Standards was Zuverlässigkeit und Qualität angeht, entsprechen. Das Dokument soll außerdem Vertrauen in für den 3D-Druck genutzte Materialien schaffen. Einige Interessengruppen haben in der Vergangenheit hierbei Bedenken mitgeteilt. Auch Lloyd’s Register und TWI haben im Vorjahr einen Leitfaden für Zertifizierung von Additive Manufacturing-Produkten und die Qualifizierung von AM-Einrichtungen vorgestellt.

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