Das 3D-Druck-Unternehmen Triastek aus China erhielt in einer Finanzierungsrunde der Serie A 15 Millionen US-Dollar für die Weiterentwicklung seines Melt Extrusion Deposition (MED)-Verfahrens und damit der Herstellung von Medikamenten mit dem 3D-Drucker. Triastek stellt neben 3D-gedruckte Tabletten auch Produktionsanlagen für additiv hergestellte Medikamente her.

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Das 3D-Druck-Unternehmen Triastek aus China erhielt laut einer Pressemitteilung 15 Millionen US-Dollar (~ 12,3 Mio. Euro) in einer Serie A-Finanzierungsrunde für die Erforschung und Entwicklung seiner 3D-gedruckten Tabletten. Die Finanzierungsrunde wurde von der Fondsleitung Dalton Venture geleitet. Die neuen Mittel sollen zur Entwicklung der Medikamente aus dem 3D-Drucker für Regierungsanträge in China und den USA verwendet werden. Außerdem ist eine große Produktionslinie geplant.

Das Unternehmen

Der FabRx 3D-Drucker für Medikamente
Medikamente herstellen mit dem FabRX 3D-Drucker (Bild © FabRX).

Das 2015 gegründete Unternehmen entwickelt 3D-gedruckte Medikamente und Produktionsanlagen für die Herstellung der personenspezifischen Medizin. Patentanmeldungen für die USA und Japan wurden bereits eingereicht. Mit einer neuen Arzneimittelplattform, die 3D-Druck-Technologie nutzt, werden Medikamente entworfen und in Massen produziert.

Für ein Medikament gegen rheumatoide Arthritis plant Triastek einen Antrag auf ein neues Prüfpräparat (IND) bei der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) einzureichen. Eine klinische Studie in China soll außerdem folgen. Künftig will Triastek mit verschiedenen Pharma- und Biotechnologieunternehmen zusammenarbeiten und gemeinsam neue Medikamente und Materialien entwickeln.

Medikamente aus dem 3D-Drucker

Medikamente aus dem 3D-Drucker sind kein Novum. Bereits vor einigen Jahren haben wir über FabRX berichtet, einem Unternehmen, das 3D-gedruckte Medikamente herstellt. Die Vorteile liegen auf der Hand. 3D-gedruckte Medikamente können sich besser auf den Patienten zugeschnitten werden und sich auch individuell auf dessen Probleme konzentrieren. Das erkannte auch das College of Pharmacy der Purdue University und Aprecia Pharmaceuticals, die in der Entwicklung derartiger Medikamente zusammenarbeiten.

Mit dem „AutoCompounder“ von Vita Industrie haben wir 2017 ebenfalls schon einen 3D-Drucker für Medikamente vorgestellt. Wir werden sehen, wie sich das weiterentwickelt. 2016 zeigte eine Untersuchung, dass der Markt für medizinischen 3D-Druck bis 2025 jährlich um 17,5 Prozent wachsen wird.

Melt Extrusion Deposition (MED)

Triastek hat mit einer 3D-Druck-Technologie für die Melt Extrusion Deposition (MED) entwickelt, bei der Materialien abgemischt und abgelagert werden. Daraus entstehen feste Arzneimittel für die Massenproduktion. Mit MED sind die Platzierung, der Zeitpunkt und die Geschwindigkeit der Ablagerung von Arzneimittelkomponenten steuerbar. Nebenwirkungen werden reduziert, indem verschiedene Komponenten des gedruckten Arzneimittels verändert und in der Freisetzung kombiniert werden. Das patentierte Designverfahren für 3DFbD-Formulierungen optimiert die Effizienz und die Erfolgsrate der Arzneimittelentwicklung.

Drei Einsatzbereiche

Die 3D-Druck-Technologie von Triastek soll in drei Einsatzbereiche passen. In der ersten Kategorie befinden sich Blockbuster-Medikamente, die dem herstellenden Unternehmen einen Jahresumsatz von 1 Mill. USD (0,82 Mill. EUR) bringen. In die zweite Kategorie ordnet das Unternehmen Orphan Drugs ein. Das sind Medikamente, deren Behandlung von Kassen nicht bezahlt werden oder die zu teuer sind, um rentabel zu sein. Die dritte Kategorie beinhaltet Arzneimittelabgabesysteme für die gezielte Abgabe oder kontrollierte Freisetzung von Therapeutika.

3D-gedruckte Tablette von Triastek
Das 3D-Druck-Unternehmen erhielt in einer Finanzierungsrunde 15 Mio. USD für die Weiterentwicklung seiner 3D-gedruckten Tabletten

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