Das US-amerikanische Militär setzt bereits in vielen Bereichen auf die 3D-Drucktechnologie und will diese in Zukunft ausweiten. Das teilte der Secretary of the Army bei einer Presseveranstaltung im Reagan National Defense Forum mit. In einem Artikel der Washington Post erklärt Will Roper, Assistent Secretary of the Air Force, dass die U.S. Air Force von Einsparungen in Millionenhöhe mit Einsatz der additiven Fertigung ausgeht.

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US Air Force LogoIn einem Artikel der „Washington Post“ erwähnt Roper als Beispiel ein 3D-gedrucktes Latrinenpaneel aus einem C-5 Supergalaxy-Frachtflugzeug. Das Latrinenpaneel ist nicht größer als ein Toaster. Bei der Herstellung mit dem 3D-Drucker spart die US Air Force 8.200 USD (rund 7.355 EUR) und zahlt im Vergleich zu früher nur noch 300 USD (rund 269 EUR). Die Air Force setzt auf 52 C-5 Frachtflugzeuge und hat hierbei Kosten von 620 Millionen USD (556 Millionen EUR) im Jahr allein für die Aufrechterhaltung der Maschinen. Auch im Training spart die US Air Force bereits viel Geld ein. Im britischen Lakenheath konnten stationierte US Soldaten mit dem 3D-Druck von Trainingsbomben und -granaten 96% der Kosten reduzieren.

Ersatzteile von „Oldtimern“

US Air Force Kaffeetasse
Selbst Kaffeebecher bieten Einsparungsmöglichkeiten. Mit dem Ersatzgriff aus dem 3D-Drucker spart sich die US Air Force die teure Neuanschaffung (Bild © US Air Force).

Auch alte Flugzeuge wie die C-5, die KC-135 und der B-52-Bomber erleiden dasselbe Schicksal wie alte Autos („Oldtimer“). Es gibt schlicht keine Ersatzteile mehr und wenn, dann sind sie teuer im Einkauf. Die Flieger sind jedoch ständig im Einsatz und müssen gewartet werden. Unternehmen müssen motiviert werden, 2D-Zeichnungen anzufertigen, 3D-Modelle und Maschinenprototypen herzustellen und unzählige militärische Standards zu prüfen. Auf Basis dieser Vorgaben müssen dann Geräte und Mitarbeiter für eine kleine Produktion bereitgestellt werden.

» Mehr zum Thema: Über 60 Beispiele für den Einsatz von 3D-Druck beim Militär

Ein C-5-Heckdrucktürgriff im Jahr 2018 hat mehr als 2.600 USD (2.332 EUR) gekostet. Mit 3D-Druck aus Titan kostet dieser nur mehr 188 USD (168 EUR). Nach bald zwei Jahren ist der 3D-Druck ein wichtiger Bestandteil in der ganzen Luftwaffe. Tausende von Flugzeugersatzteilen aus Metallen und Polymeren werden additiv gefertigt. Das spart Betriebskosten in Millionenhöhe und die Maschinen sind schneller wieder kampfbereit. Selbst Kaffeebecher druckt das Militär bereits mit dem 3D-Drucker.

Sicherheitskritische Bauteile

Abluftkanäle für die C-5 sollen in Zukunft ebenfalls mit einem 3D-Drucker hergestellt werden. Da diese sicherheitskritische Kriterien erfüllen müssen, benötigt man zuerst die richtigen, zertifizierten Geräte dafür. Die Air Force veranstaltet im Sommer 2020 die ersten Advanced Manufacturing Olympics, um auf solche Herausforderungen aufmerksam zu machen.

Teile von den Druckern, aus denen sie bestehen, will die Air Force abstrahieren und damit eine konsistente Replikation ermöglichen, wenn sich die Druckertechnologie ändert. Es gilt Drucker zu zertifizieren, nicht die Endprodukte, dann sind Einsparungen in Milliardenhöhe erreichbar.

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