Die US Air Force druckt Trainingsbomben und Übungsgranaten und Mörser mit dem 3D-Drucker in Lakenheath. Das spart eine erhebliche Menge an Zeit und Geld. Der 3D-Druck ist laut zuständigem Staff Sgt. Riddle selbst für Einsteiger mühelos erlernbar.

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US Air Force LogoExperten der US Air Force, die in England stationiert sind, nutzen für ihre Übungseinsätze verschiedene explosionsfähige Trainingsbomben. Mit Hilfe von 3D-Druck ist es dem Militär  nun gelungen, viel Zeit und Geld bei der Herstellung dieser Attrappen zu sparen. Wie das Magazin „Stars and Stripes“ berichtet, halfen die 3D-Drucker dem Staff Sgt. William Riddle dabei, improvisierte Sprengkörper, Granaten mit Raketenantrieb und diverse Mörser schnell und kostengünstig herzustellen. Damit trainieren Sprengstoffentsorger mit dem 48. Jagdgeschwader der Luftwaffe in Lakenheath. Die Trainingsgeräte additiv herzustellen ist deutlich günstiger, als sie aus den USA liefern zu lassen.

96% Kostenersparnis

Staff Sgt. William Riddle und 3D-Druckobjekte
Staff Sgt. William Riddle präsentiert seine mit dem 3D-Drucker hergestellten Trainingsbomben (Bild © Christopher S. Sparks/US Air Force)

Bisher haben Trainingswaffen für einen Flug mit 25 Fliegern im Jahr 60.000 US-Dollar gekostet. Die Produktionskosten dieser Waffen sinken unter Verwendung von dem 3D-Drucker um 96%, erklärt das 48. Jagdgeschwader. Capt. Miranda Simmons sieht im Drucken der Trainingshilfen in Lakenheath auch ein großes Zeitersparnis. Würde man die Trainingsobjekte wie üblich aus Amerika anfordern, dauert es bis zur Lieferung 30 Tage. Dank des 3D-Drucks sind es nur noch 24 bis 48 Stunden.

Der 3D-Druck verkürzt außerdem die Zeit, die der EOD-Techniker vor Ort für die Arbeit an möglicherweise scharfer Munition verbringt, ergänzt Riddle. Weniger Einsatzzeit verringert das Risiko für Gefahren. Auch bei ungefährlichen Objekten wie einem High-Tech-Kaffeebechergriff spart die US Air Force Geld.

Riddle benötigte nicht lange, bis er sich in die Funktionsweise des 3D-Druckers eingearbeitet hatte. Er geht laut dem Artikel davon aus, dass eine fünfminütige Einführung auch bei Anfängern reicht, was bei einigen Low-Cost-3D-Druckern tatsächlich realistisch sein kann, wie zahlreiche 3D-Drucker-Tests zeigten. Kürzlich hat Riddle eine Auszeichnung vom 48. Büro für kontinuierliche Prozessverbesserung erhalten. Er wird den Innovations- und Transformationsausschuss der US-Luftstreitkräfte in Europa und Afrika über seine Idee informieren. Wird diese gut geheißen, könne man diese sämtlichen EOD-Einheiten anbieten, meint der Sprecher der USAFE, Capitain Christopher Bowyer-Meeder.

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