Der britische Automobilhersteller Bentley Motors hat 3,59 Mio. Euro in sein Werk in Crewe zur Verdoppelung seiner 3D-Druck-Kapazität investiert. Derzeit befinden sich dort unter anderem 3D-Drucker von Stratasys aber auch HP Multi Jet Fusion-3D-Drucker. Mit Additive Manufacturing kann Bentley bis zu 50 % der Kosten bei Fahrzeugteilen und Werkzeugen einsparen, heißt es von Bentley Motors.

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Bentley Motors hat laut einer Pressemitteilung 3 Millionen Pfund (rund 3,59 Millionen Euro) in seine Anlage im englischen Crewe investiert, um seine Kapazität für additive Fertigung (AM) zu verdoppeln. In seiner hochmodernen AM-Anlage hat Bentley im vergangenen Jahr mehr als 15.000 Komponenten angefertigt. Bentley wird dort Fahrzeugkomponenten mit Hilfe von 3D-Druck herstellen und seine Autos noch personalisierbarer machen. Schon 2016 präsentierte Bentley das Konzeptauto „Speed 6“, eine Limousine aus dem Jahr 2036 mit einem 3D-gedruckten Interior darstellen soll. Auch andere Automobilhersteller profitieren vom 3D-Druck, wie Spyros Panopoulos Automotive, der sein 3.000 PS starkes Ultracar „Chaos“ mit Teilen aus dem 3D-Drucker gebaut hat.

Details zu den 3D-Druck-Plänen

Die Investition in die additive Fertigung ist ein Beispiel für Bentleys Vision, ein langfristiges, nachhaltiges Geschäftsmodell zu schaffen. In Crewe befinden sich derzeit hauptsächlich 3D-Drucker der neuesten Generation, angefangen von professionellen, Industrie-3D-Druckern des Herstellers Stratasys (für die Polymerextrusion von fortschrittlichen Kunststoffen) und PolyJet-Maschinen (Material Jetting für Multi-Material-Modelle). Sowie HP 5210 Multi-Jet Fusion-3D-Drucker (für Polymer-PBF mit Nylon- und TPU-Materialien). Bentley konnte einige zu druckende Produkte identifizieren, wie zum Beispiel Werkzeuge.

Bentley hat außerdem historisch genaue Werkzeugausrüstungen für die Fertigung von Teilen für das Bentley Blower Continuation-Modell hergestellt. Der 3D-Druck wurde bereits genutzt, um physische Komponenten für mehrere Bentley-Prototypen anzufertigen. Dazu gehörten Antriebsstrangmodelle in Originalgröße und aerodynamische Windkanalmodelle. Fortschrittliche Techniken ließen sich außerdem für die Bentley-Modelle drucken, die bei der anspruchsvollen Pikes Peak Challenge in Amerika gefahren wurden.

3D-Drucker bei Bentley
Bentley Motors verfügt über einige 3D-Drucker von Stratasys (Bild © Bentley Motors).

Bis zu 50 % Kostenersparnis

Durch die neuesten Methoden ist Bentley in der Lage, die Produktentwicklung zu beschleunigen und Teile zu produzieren, ohne ein Auslagern zu benötigen. Durch die 3D-Druck-Ausrüstung in Crewe werden bis zu 50 Prozent der Kosten bei Teilen gespart. Durch den Betrieb rund um die Uhr können Tausende Komponenten in über 25 verschiedenen Materialoptionen hergestellt werden. Mit geplanten AM-Schulungen sollen Mitarbeiter des gesamten Unternehmens besser verstehen, wie sich die additive Fertigung positiv auf ihre Arbeit auswirken kann.

Peter Bosch, Vorstandsmitglied für Fertigung bei Bentley, kommentierte:

„Bentleys Ansatz zur additiven Fertigung ist branchenführend und die Anlage entwickelt sich schnell zu einem Eckpfeiler unserer Ambitionen als „Traumfabrik“. Einer der Hauptvorteile besteht darin, dass es effizienzorientiert ist und die Kosten und Komplexität einer Vielzahl von Jobs reduziert. Diese jüngste Investition wirkt sich auch erheblich auf unsere Kollegen aus dem gesamten Unternehmen aus und trägt dazu bei, fortschrittliche unterstützte Tools zu entwickeln, um kontinuierliche Verbesserungen in allen Fertigungsprozessen voranzutreiben. Wenn wir in die Zukunft blicken, gibt es wirklich ein riesiges Potenzial für die Weiterentwicklung dieser fortschrittlichen Technologie, einschließlich einer größeren Möglichkeit, Teile für unsere Kunden zu personalisieren, und einer weiteren Verbesserung des Individualisierungsprogramms, das für jedes Auto angeboten wird.“

3D-Druck bei Bentley Motors (Video)

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