Das Metall-3D-Druck-Unternehmen Velo3D hat seine Geschäftszahlen für das 2. Quartal 2022 veröffentlicht. Darin zeigte sich ein Umsatzplus von 176,1 %. Der CEO des Unternehmens, Benny Buller, erklärt dies mit der besonders hohen Nachfrage nach dem Sapphire XC 3D-Drucker. Wir stellen die wichtigsten Zahlen einmal genauer vor.

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Das 3D-Druck-Unternehmen  Velo3D hat die Ergebnisse zum zweiten Quartal 2022 in einer Pressemitteilung bekannt gegeben. Der Umsatz des Unternehmens stieg um 176,1 %. Mit einem Umsatz von 19,6 Mio. USD (19,03 Mio. EUR) erreicht das Unternehmen fast das Dreifache des Umsatzes aus dem zweiten Quartal 2021. Der CEO des Unternehmens, Benny Buller, erklärt, dass das Wachstum durch die sehr hohe Nachfrage nach dem Sapphire XC 3D-Drucker angetrieben wurde. Die Kosten für die Verzögerung einiger Bestellungen aufgrund anhaltender Versorgungsprobleme wurden dadurch ausgeglichen.

Branchenführer bis zum Ende des Jahres?

Velo3D Sapphire XC 3D-Drucker
Laut Velo3D besteht eine große Nachfrage nach dem 3D-Drucker Sapphire XC (im Bild)(Bild © Velo3D).

Die Aktien von Velo3D stiegen in den ersten beiden Tagen nach der Veröffentlichung der Ergebnisse um 41,6 %. Das Unternehmen geht auch von einem starken zweiten Halbjahr 2022 aus, wie Buller erklärt. Er schätzt, dass Velo3D bis zum Jahresende 2022 „Branchenführer“ im Metall-3D-Druck sein könnte. Das wäre schneller als es das Unternehmen selbst erwartet hätte.

Im September 2021 ging Velo3D an die New Yorker Börse. In allen vier darauffolgenden Quartalsabschlüssen hat sich ein jährliches Umsatzwachstum gezeigt. Buller erklärte, dass die Nachfrage nach seinen Sapphire- und Sapphire XC-Systemen weiter wächst und im zweiten Quartal verbuchte es neue Aufträge im Wert von 18 Mio. USD (17,48 Mio. EUR). Die Nachfrage nach den Systemen war so groß, dass Velo3D sogar ein noch größeres Wachstum hätte erzielen können. Es konnte jedoch nicht ausreichend Teile, vor allem Elektronik, für die Herstellung aller 3D-Drucker beschaffen. Es ist davon auszugehen, dass die Versorgung ein anhaltendes Problem darstellt.

Nächste Schritte und Prognose

Velo3D versucht zudem, die Montage bestimmter Teile des Sapphire XC, die momentan noch im eigenen Haus hergestellt werden, auszulagern, um die Beschaffung und Skalierung zu rationalisieren, ohne die Ausgaben bis Mitte 2023 zu erhöhen. Velo3D konnte seine Betriebskosten sequenziell von 23,2 Mio. USD (22,52 Mio. EUR) senken, ohne die F&E-Investitionen von 12,9 Mio. USD (11,65 Mio. EUR) zu kürzen. Das zweite Quartal endete mit einem Nettogewinn von 128 Mio. USD (124,28 Mio. EUR). Der Auftragsbestand liegt bei 55 Mio. USD (53,4 Mio. EUR), was Buller auf seine „erweiterte Präsenz neuer und bestehender Kunden“ zurückführte.

Die Sapphire XC-Produktion sei nun stabilisiert, weshalb sich das Unternehmen nun auf die Förderung der Effizienz konzentrieren möchte. Das soll durch Initiativen geschehen, die einen starken Wachstumskurs mitbringen, die Margen verbessern und für mehr Rentabilität sorgen sollen. Velo3D hat die Prognose für das Geschäftsjahr 2022 von 89 Mio. USD (86,41 Mio. EUR) bekräftigt. Das entspricht einer Realisierung von 225 %.

Stimmen der Verantwortlichen über die Ergebnisse

Buller sagte:

„Wir waren mit unserer Ausführung im zweiten Quartal zufrieden, da wir erneut ein starkes sequenzielles und jährliches Umsatzwachstum verzeichneten, unseren Auftragsbestand aufrechterhielten und unsere neue und bestehende Kundenbasis erweiterten. Wir haben auch einen Rekordumsatz verbucht, obwohl sich eine Handvoll früher Kundensysteme aufgrund von Herausforderungen in der Lieferkette im dritten Quartal verzögert haben.“

Der CFO des Unternehmens, Bill McCombe, erklärte:

„Unser Ziel für den Rest des Jahres bleibt es, das Unternehmen effizient zu skalieren, um unser Wachstum zu maximieren und uns gleichzeitig auf die Verbesserung unserer Rentabilität zu konzentrieren. Angesichts unserer anhaltenden Umsatzdynamik, unseres wachsenden Auftragsbestands, der starken Nachfrage nach unserem Sapphire XC-System und unserer soliden Bilanz sind wir gut positioniert, um von den unserer Meinung nach erheblichen Wachstumschancen auf dem Markt für additive Fertigung zu profitieren.“

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