Nach Einschätzung von Thomas Endries (Schenker AG) und Peter Mayer (vormals Deutsche Post DHL IT-Services) wird der 3D-Drucker in Privathaushalten nicht zu einem „Commodity-Produkt“ werden (Produkt für Jedermann). Anders dagegen innerhalb der Industrie. Klassische Fertigungsverfahren dürften ihrer Einschätzung zufolge in zehn Jahren zu 20 Prozent durch 3D-Druck ersetzt werden.

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Die Additive Fertigung wird vor allem im industriellen Bereich zur Herstellung von Prototypen, Werkstücken und Modellen genutzt, weil davon nur Kleinserien mit 500 bis 1000 Stück benötigt werden. Im Privatbereich werden 3D-Drucker derzeit vorwiegend von Hobbyisten und technisch versierten Anwendern eingesetzt. So wird es in Zukunft auch bleiben, meinen Thomas Endries (Schenker AG) und Peter Mayer (vormals Deutsche Post DHL IT-Services) nach Angaben von cio.de.

In einem 3D-Drucker entstehen Werkstücke aus mehreren flüssigen oder festen Werkstoffen basierend auf Maßvorgaben. Der „Druck“ erfolgt additv und damit schichtweise bis der gewünschte Gegenstand oder Werkstück entstanden ist. Als Druckmaterialien (Filamente) kommen Kunstharze, Keramiken, Metalle und Kunststoffe zum Einsatz.

Beim 3D-Druck finden unterschiedliche Fertigungstechniken Verwendung. Das Schmelzverfahren ist bei Kunststoff gegeben und Metall wird selektiv gelasert bzw. mit einem Elektronenstrahl geschmolzen. Das metallische Pulver wird schichtweise geschmolzen und daraus ein Gegenstand gefertigt. Unabhängig von der eingesetzten Fertigungstechnologie werden alle digital gestalteten Objekte Schicht für Schicht gedruckt.

Im Gegensatz zu traditionellen Fertigungsverfahren wie der Gusstechnik entstehen beim 3D-Druck keine Materialverluste, auf Grund der exakten Verwendung der Druckmaterialien. Komplette Bauteile werden aus einem Stück gefertigt.

3D-Auto
Mit Hilfe der 3D-Drucker lassen sich heute bereits Autos produzieren, wie hier das Modell von Local Motors (Bild © localmotors.com)

Rapid Prototyping wird Standard im internationalen Wettbewerb

Das Rapid Prototyping wird den beiden Managern zufolge zum Standard im internationalen Wettbewerb werden. Im Privatbereich werden die Preise für 3D-Drucker sinken und höherwertige Technologien in zehn Jahren zum Einsatz kommen. Der Privatanwender wird dabei zum gleichen Preis mehr Technologie erhalten verbunden mit einer höheren Druckbei vereinfachter Nutzung. Spätestens im Jahr 2025 werde Jedermann zum Fertigungstechniker.

Die Logistikketten bleiben so wie heute aber erfahren eine Transformation bezüglich Schnelligkeit und Bequemlichkeit für den Endverbraucher. Das Geschäft mit Ersatzteilen wird sich auf die lokale Ebene verlagern, weil Privatanwender im Haushalt benötigte Ersatzteile per 3D-Druck selbst herstellen können.

Die zwei Manager sehen im 3D-Druck den Auslöser für die nächste industrielle Revolution, da vor allem Unternehmen von dieser Technologie profitieren und Produkte schneller, einfacher und kostengünstiger anbieten könnten. Was ist Ihre Meinung? Welche Zukunftschancen sehen Sie für den 3D-Druck im Bereich der Industrie und im Bereich der Privatanwender.

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