Akzeptanz von Foodprinting:

Australische Studie zum 3D-Druck von Lebensmitteln und deren Akzeptanz im Alltag

Der Einsatz von 3D-Druckern schreitet auch bei der Herstellung bzw. Präsentation von Lebensmitteln immer weiter voran. Australische Forscher haben sich nun mit der Frage beschäftigt, ob Menschen diese Nahrungsmittel wirklich essen werden.

University of Canberra Logo.Im Rahmen der Umfrage, die von einem Forscherteam des australischen Centre for Creative and Cultural Research an der Universität von Canberra durchgeführt wurde, galt es zu beurteilen, ob Menschen die 3D-gedruckten Lebensmittel ihrer regulären Ernährung hinzufügen würden.

In den letzten Jahren sind wirklich einige Unternehmen und Organisationen dazu übergegangen, Zeit und Ressourcen in die Entwicklung innovativer Lebensmittel-3D-Drucker zu investieren.

So hat beispielsweise die NASA einen 3D-Food-Drucker entwickelt, um die Astronauten während ihres Aufenthalts im All mit leckerem Essen versorgen zu können. Auch Pflegeheime und Krankenhäuser können von der 3D-gedruckten Nahrung profitieren, da diese leicht kaubar, gut verdaulich und auch vitaminreich ist. Auch renommierte Köche könnten dieses Verfahren nutzen, um hier auch weniger konventionelle Zutaten zu verarbeiten und die Speisen ästhetischer anzurichten.

Es stellt sich natürlich die Frage, ob die Verbraucher einen 3D-gedruckten Truthahn oder Schinken für ihr Weihnachtsessen verspeisen und dafür einen Lebensmittel-3D-Drucker kaufen würden?

Insgesamt befragten Deborah Lupton und Bethaney Turner von der Univerität Canberra 30 Australier darüber, wie sie auf additiv hergestellte Lebensmittel reagieren. Viele der Befragten äußerten dabei, dass sie noch nie etwas von dieser Technologie gehört hatten und den 3D-Druck bisher nur mit Kunststoffen und Metallen verbinden. Gegenüber dem 3D-Druck von Lebensmitteln hatten sie auch nach einer kurzen Einführung in die Materie noch einige Vorbehalte.

Besonders aufschlussreich war der Teil, in dem die Befragten um ihre Meinung zu verschiedenen 3D-gedruckten Lebensmitteln gebeten wurden. Sie sollten sieben Bilder, die diese Lebensmittel zeigen, kommentieren. Auf diesen Bildern waren 3D-gedruckte Süßigkeiten, Karotten aus Karottenpüree, ein würfelförmiger Snack aus gemahlenen Insekten, ein geliertes Hühnerpüree, pflanzliches Püree, eine Pizza, ungekochte rosenförmige Teigwaren und 3D-gedruckte rosafarbene Schokolade zu sehen. Für herkömmliche Lebensmittel waren die Befragten eher zu begeistern als beispielsweise für die in Würfelform gedruckten Insekten.

Umfrageergebnisse.
Die Umfrageergebnisse im Detail (Bild © Universität von Canberra).

Die Forscher gehen aufgrund dieser Ergebnisse davon aus, dass die Menschen eher 3D-gedruckte Standardlebensmittel bevorzugen. „Kulturelle Überzeugungen darüber, welche Arten von Materie als schmackhaft und angemessen empfunden wird, waren für die Antworten unserer Teilnehmer von zentraler Bedeutung“, so Lupton.

Es gilt also noch einige Anstrengungen zu unternehmen, bis immer mehr Menschen die Vorteile der 3D-gedruckten Lebensmittel erkennen und diese unter Umständen auch in ihren Alltag integrieren. Die vollständige Umfrage können Sie hier nachlesen. Über weitere Entwicklungen zum Lebensmitteldruck berichten wir regelmäßig in unserem Newsletter.

3D-Druck von Speisen im Londoner Food Ink. Restaurant.
Im Londoner Restaurant Food Ink. werden 3D-gedruckte Speisen angeboten. (Bild: © Food Ink).

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