Das US-amerikanische Unternehmen ErectorCraft hat sich als erster Anbieter auf die kommerzielle Fertigung von 3D-gedruckten Bootsrümpfen spezialisiert. Mit Hilfe großformatiger additiver Fertigungstechnologien (Large-Format Additive Manufacturing, LFAM) bietet das Unternehmen neue Möglichkeiten in der maritimen Produktion, insbesondere hinsichtlich Effizienz und Nachhaltigkeit.

3D-Druck für die maritime Industrie

Vorderansicht eines glänzenden, schwarzen 3D-gedruckten Bootsrumpfs von ErectorCraft, der auf dem offenen Meer fährt
Ein 3D-gedruckter Bootsrumpf aus HDPE gleitet durch das Wasser – ErectorCraft fertigt diese Rümpfe mit großformatigen Drucksystemen direkt für den maritimen Einsatz. (Bild © ErectorCraft)

ErectorCraft setzt bei der Herstellung von Bootsrümpfen auf marinetaugliches Hochdichtes Polyethylen (HDPE). Dieses Material ist besonders stoßfest, UV-beständig und vollständig recycelbar. Durch den Einsatz von HDPE entfällt der Bedarf an traditionellen Formen und Werkzeugen, wodurch sich die Produktionszeit reduziert und Abfall vermieden wird.

Neben der Fertigung kompletter Bootsrümpfe vertreibt ErectorCraft auch seine eigenen ErectorBot-Systeme. Diese großformatigen 3D-Drucker können direkt in Werften oder auf Schiffen eingesetzt werden und ermöglichen eine dezentrale Produktion von Strukturbauteilen vor Ort. Dies spart Transportkosten und erhöht die Flexibilität bei der Herstellung großer Komponenten.

Weitere Dienstleistungen und Technologien

Zum Portfolio von ErectorCraft gehören auch Beratungs- und Ingenieurdienstleistungen, darunter die Implementierung maßgeschneiderter Fertigungsstrategien für den Schiffbau. Das Unternehmen bietet zudem Schulungen und technische Unterstützung an, um die Einführung von 3D-Drucktechnologien in der maritimen Fertigung zu erleichtern.

Ein weiteres Standbein ist der Einsatz von 3D-Betondruck (3D Concrete Printing, 3DCP) für maritime Infrastrukturprojekte. Auch hier verfolgt ErectorCraft das Ziel, konventionelle Bauweisen durch effizientere und umweltfreundlichere Verfahren zu ergänzen.

CTO Leonard Dodd, der Gründer der ErectorBot-Plattform, bringt umfassende Erfahrung in der additiven Fertigung mit. Bereits 2015 war er an der Entwicklung der direkten Metallabscheidung (Direct Metal Deposition, DMD) bei Autodesk beteiligt. Diese Technologie trug zur Realisierung des ersten klassenzugelassenen 3D-gedruckten Schiffspropellers bei – ein Hinweis auf das zukünftige Potenzial von AM-Verfahren im Bau kritischer Schiffskomponenten.

Mit seinem Ansatz stellt ErectorCraft eine innovative Lösung für die Herausforderungen der maritimen Fertigung bereit und unterstützt Schiffbauer bei der Transformation hin zu digitalen und nachhaltigen Produktionsmethoden.

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