KLAKS 3D Logo.In dem westafrikanischen Staat Ghana haben sich fünf Studenten der University of Mines and Technology (UMaT) und des Takoradi Technical Institutes zusammengetan und das 3D-Druckprojekt KLAKS 3D ins Leben gerufen. Dieses Projekt zielt darauf ab, elektronische Abfälle und lokal hergestellte Komponenten für den Bau von 3D-Druckern einzusetzen. Die beteiligten Studenten sind zwischen 21 und 25 Jahre alt.

Ausgangspunkt für die Gründung des Projektes war ein relativ einfaches Problem: Für die Herstellung von Verpackungen waren nicht genügend Fertigungsmittel vorhanden. „Da wir auch praktische Dinge mögen, haben wir es satt, uns die Dinge immer vorzustellen. Vortragende haben uns immer nur etwas erzählt und uns unterrichtet“, so Kobina Abakah-Paintsil, die Leiterin der Gruppe. „Der 3D-Druck war ein Weg für uns, zu erforschen, was wir tatsächlich alles machen können, um es später dann auch zu sehen.“

KLAKS 3D-Drucker.
Von KLAKS 3D hergestellte 3D-Drucker. (Bild: © 3ders.org)

Natürlich war es eine Herausforderung, aus Abfällen funktionierende 3D-Drucker herzustellen. Aber die ghanaischen Studenten glauben, dass das Projekt von Erfolg gekrönt ist und das Leben vieler Menschen in der Region erleichtern wird. Anstatt kleine Teile von Fabriken oder Unternehmen zu bestellen, ist man nun in der Lage, benutzerdefinierte 3D-gedruckte Teile auf einem 3D-Drucker von KLAKS 3D selbst herzustellen und dabei Geld und Zeit zu sparen.

Die KLAKS 3D-Drucker bestehen aus Schrott und enthalten beispielsweise Schrauben, Vierkantrohre und Motoren, die aus defekten 2D-Druckern oder Fotokopierern ausgebaut wurden. Zugleich kommen Fahrradrohre und Kabel, die auf dem lokalen Agblogbloshie-Markt gesammelt bzw. erworben wurden, zu einer ganz neuen Verwendung. Nur die Elektronik wird nicht in Ghana hergestellt, alles andere wird lokal bezogen, inklusive der Elektroabfälle. Dies hat dafür gesorgt, dass die 3D-Drucker sehr kostengünstig sind.

3D-Drucker von KLAKS 3D.
Detailansicht eines von KLAKS 3D hergestellten Druckers. (Bild: © 3ders.org)

Das Design der 3D-Drucker ist Open Source, Kumasi Hive unterstützt die Gruppe in technischen und geschäftlichen Belangen. Anna Lowe, Mitbegründerin und Managerin des Inkubator-Programms, ist der Meinung, dass Investitionen in Engineering-Unternehmen für die nationale Entwicklung von herausragender Bedeutung sind. „Wir müssen den Enginereering- und Hardware-Unternehmen vor allem bei der Systematisierung eine betriebswirtschaftliche Unterstützung bieten“, so Lowe.

Bislang hat KLAKS 3D einen seiner 3D-Drucker an eine Nichtregierungsorganisation verkauft. Sie hoffen aber, dass eines Tages ihre 3D-Drucker auch in den örtlichen Schulen zum Einsatz kommen und zugleich die Lehre an den Universitäten und Hochschulen des Landes verbessert.

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