Das schweizer Startup Mimedis® bietet einen Service, bei dem Ärzte individuelle Implantate für Patienten bereits nach wenigen Tagen, anstatt einigen Wochen, erhalten sollen. Die Implantate werden mit einem 3D-Drucker gefertigt. Mit einer speziellen Software werden aber noch weitere Prozesse verkürzt, die dem Kunden schneller und kostengünstiger ein passgenaues Implantat ermöglichen.

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Das schweizer Startup Mimedis® aus Basel hat sich auf die Herstellung passgenauer Knochenimplantate aus dem 3D-Drucker spezialisiert. Gegründet wurde das Unternehmen von dem Software-Experten Florian Coigny, einem Chefarzt der Mund-Kiefer-Gesichtschirugie, einem Maschinenbauer mit 3D-Druck-Fachwissen und einem FHNW-Institutsleiter (Fachhochschule Nordwestscheiz).

Bei Mimedis® können Ärzte Implantate per Mausklick bestellen. Bei der Bestellung legt der Arzt die Implantatgröße und die gewünschte Position am Knochen fest. Nach fünf Tagen bereits soll das Implantat dem Arzt vorliegen, während dies beim klassischen Fertigungsverfahren einige Wochen dauern kann.

Knochenimplantat aus dem 3D-Drucker
Mimedis® bietet individuelle Knochenimplantate aus dem 3D-Drucker (Bild © Mimedis®)

Die Patientendaten werden vom Arzt in die Software hochgeladen. Die Kosten für das Implantat werden automatisch berechnet, ebenso wird es spezifisch für den Schädel des Patienten auf Basis der hochgeladenen Datei entworfen. Im Anschluss wird das individuelle Implantat mit einem 3D-Drucker je nach Größe in zehn bis zwanzig Stunden hergestellt. Nach einer Nachbearbeitung, Polierung, Prüfung und Reinigung wird das 3D-Implantat zum Krankenhaus des Arztes versendet. Auf der Website von Mimedis können weitere Informationen eingeholt werden.

Große Ziele von Mimedis

Zur Zeit arbeitet das Gründerteam an der Software, die in einem Jahr als Prototyp an Ärzte gehen und von ihnen ausprobiert werden soll. Beim ersten Versuch bereits muss die Software in ihrer Benutzerfreundlichkeit und Funktion überzeugen. Eine Vision von Florian Coigny ist, dass bei einem Notfall im Krankenhaus der 3D-Drucker direkt neben dem OP-Saal steht und die zerstörten Knochen druckt, wobei Mimedis im Hintergrund das Design und Fertigung als Service/Cloud-Anbieter organisiert. Nach den Planungen sollen Ärzte etwa Ende 2016 die Implantate per Software erstellen und ordern können. Wir bleiben für Euch bei diesem Thema am Ball und berichten über alle Neuigkeiten in unserem 3D-Drucker-Newsletter.

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