Tierschutz:

3D-Drucker sollen beim Kampf gegen illegalen Handel von Schildkröteneiern helfen

Wissenschaftler, Naturschützer und Studenten aus Nicaragua machen Jagd auf Wilderer von Schildkröteneiern mit Hilfe von Repliken aus dem 3D-Drucker. Die Fake-Eier sind aus Silikon und enthalten einen GPS-Sender, der die organisierten Strukturen der Wilderer aufdecken soll.

Logo Paso PacificoNach dem Plan einer Gruppe aus Nicaragua namens „Paso Pacifico“ soll der illegale Handel mit Eiern von Meeresschildkröten durch Mithilfe der 3D-Drucker unterbunden werden. Die wertvollen Schildkröteneier werden von den Wildererern an der Küste des Landes ausgegraben und als Grundnahrungsmittel verkauft. Wie die Eier verschifft werden, ist bislang unbekannt, doch Umweltschützer wollen diesen Weg nun aufdecken und im Rahmen ihrer Möglichkeiten versperren.

Laut Kim Williams-Guillen von „Paso Pacifico“ könnten die Schildkröteneier zum Beispiel versteckt in legal gehandelten Fischprodukten versendet werden. Zur Aufdeckung der Schmuggelware möchte sie jetzt Repliken der Schildkröteneier aus Silikon aus mit einem 3D-Drucker herstellen. Die Repliken lassen sich kaum von echten Schildkröteneiern unterscheiden, so Williams-Guillen. Im Ei befindet sich ein GPS-System zur Standortbestimmung über das Mobilfunknetz.

Ei einer Schildkröten aus dem 3D-Druckera
Die Schildkröteneier aus dem 3D-Drucker sollen sich von echten Schildkröteneiern kaum unterscheiden lassen (Bild © l. Quaile, Sal, 2014).

Die erste Umsetzung der Idee finanzierte die Organisation mittels eines Wettbewerbs der „US Agency for International Development“ (USAID) und konnte dabei eine Einnahme von 10.000 US-Dollar (ca. 9000 Euro) erzielen. Das eingesammelte Geld erlaubte es „Paso Pacifico“ mit der Produktion erster Prototypen der Repliken. Paso Pacifico hofft, die Eier bald an der Küste Nicaraguas einsetzen zu können.

Der erste Schritt besteht im Test des GPS-Senders. Die Testrolle der Wilderer sollen Studenten der University of Michigan übernehmen. Sie tragen die 3D-Schildkröteneier in ihren Rucksäcken, womit die Organisation feststellen kann, wo sich die Studenten auf dem Campus befinden. Nach einem erfolgreichen Test muss eine stabile Silikonhülle für das integrierte GPS-System mit dem 3D-Drucker entwickelt werden.

Die gesammelten Daten aus den falschen Eiern sollen helfen, die Schmuggelwege offenzulegen. Das gewonnene Wissen würde den Umweltschützern außerdem helfen die prähistorischen Meereslebewesen optimaler zu schützen.

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