Weil die Japanerin Megumi Igarashi die 3D-Dateien ihrer Vagina öffentlich zum Download für den 3D-Druck anbot, verurteilte sie ein Gericht zu einer hohen Geldstrafe. Doch Igarashi gibt sich kämpferisch und will das Urteil nicht akzeptieren. Die Geschichte der „Vagina Kayak Lady“ ist in Japan längst ein Politikum.

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Die japanische Künstlerin Megumi Igarashi sorgte 2014 für Aufmerksamkeit, als Sie wegen dem Verkauf und Vertrieb von 3D-Druckdateien ihrer eigenen Vagina verhaftet wurde und letztlich nach dem Gerichtsverfahren eine Strafe von umgerechnet 6600 US-Dollar zahlen sollte. Die internationale Presse machte sie als „Vagina Kayak Lady“ bekannt. Igarashi weigerte sich zu zahlen, weil ihrer Meinung nach die weibliche Anatomie nicht obszön ist. Die breite Öffentlichkeit sah das genauso. Nach der endgültigen Entscheidung des Gerichts musste Igarashi folglich eine geringere Strafe entrichten.

Kajak, Lampenschirme, Kindespielzeug

Wie alles begann: Megumi Igarashi begann damals damit Dateien ihrer in 3D eingescannten Vagina für die Herstellung mit einem 3D-Drucker zu verkaufen, um ein persönliches Projekt finanzieren zu können. Sie wollte ein Kajak basierend auf ihrer Vagina herstellen. Ja, richtig. Ein Kajak das aussieht wie ihre Vagina. Die Künstlerin wurde wegen der Verteilung obszönen Materials verhaftet und später freigelassen.

Igarashi trotzte dem Gericht und teilte ihre Kajak-Pläne mit der Welt. Außerdem bot sie eine Reihe weiterer Vagina-basierter Produkte zum Verkauf an, wie Lampenschirme, Smartphone-Hüllen und ein Spielzeugmodell ihres Kajaks. Eine Vagina als Kajak als Kinderspielzeug. So so.

Die Vagina wird zum Politikum

Ihr Fall lenkte die öffentliche Aufmerksamkeit auf die veralteten und bizarren Ansichten von Obszönität und Pornographie, die völlig willkürlich erscheinen. In Japan werden Genitalien in den Medien verpixelt oder mit einem schwarzen Balken versehen, obwohl auf der anderen Seite die Gesellschaft in Mangas und Animes sehr frei mit dem Thema Erotik und Sexualität umgeht.

Die Richter urteilten in ihrer endgültigen Entscheidung, dass die 3D-Dateien weiterhin Pornographie sind und die Vagina-Figuren der Kunstrichtung Pop Art zugehörig sind. Der Verkauf der Mini-Kajaks war dem verantwortlichen Richter Mihoko Tanabe zufolge in Ordnung, weil sie nicht übermäßig an eine Vagina erinnerten, doch die 3D-Dateien seien realistisch genug um sexuelle Gedanken beim Betrachter zu wecken. Die 3D-Dateien ihrer Vagina sind aus diesem Grund pornographisches Material. Die Strafzahlung wurde trotzallem um 50 Prozent reduziert, doch Igarashi ist weiterhin nicht dazu bereit zu zahlen.

Sie zeigte sich gegenüber der Presse empört über das Gerichtsurteil und werde eigenen Angaben zufolge weiter kämpfen. Igarashi habe ihren Worten zufolge gearbeitet, um das Konzept der Obszönität zu ändern, die in der Regel aus der Perspektive von Männern zu sehen ist. Sie sei betroffen, dass die Richterin ihr Konzept nicht verstanden habe. Was ist Eure Meinung zu diesem Thema? Diskutiert mit uns unten in den Kommentaren.

 

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