Carbon präsentierte vor kurzem seine neuen 3D-Druckmaterialien für die Produktion. Das eine, EPU 41, zielt aber auf Sicherheit und Komfort im Rahmen industrieller Anwendungen. Das andere, EPX 82, ist ein hochfestes Konstruktionsmaterial. Erste Unternehmen nutzen die Materialien bereits.

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Carbon LogoWissenschaftler der Cape Western Reserve University entwickelten vor kurzem ein neues 3D-Druckverfahren, das den 3D-Druck von höchst elastischen und robusten 3D-Objekten aus Schaumstoff ermöglicht. Als Basismaterial wurde hierbei Polyurethan verwendet. Von dieser Entwicklung dürften verschiedene Industrien und Branchen besonders profitieren, für die nun aufgrund dieser erweiterten Möglichkeiten die 3D-Drucktechnologie noch interessanter werden könnte.

Kürzlich hat auch der 3D-Druck-Pionier Carbon die Einführung neuer Materialien für die Produktion bekannt gegeben, die das beeindruckende 3D-Druckportfolio des Unternehmens erweitern soll. Derzeit arbeitet das Unternehmen an der Schnittstelle zwischen Molekularbiologie, Software und Hardware. Außerdem wurde seine Digital Light Synthesis-Technologie von hochkarätigen Kunden übernommen. Die neuen 3D-Druckmaterialien sind elastomeres Polyurethan (EPU) 41 und Epox (EPX) 82., berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung auf businesswire.com.

Eigenschaften des elastomeren Polyurethans 41

Das Material EPU 41 ist im Vergleich zu anderen Elastomerwerkstoffen besonders gut für die Produktion von Elastomer-Gittergeometrien geeignet, die in puncto Sicherheit und Komfort die herkömmlichen Schaumstoffe übertreffen. Aufgrund seiner Dehnung, Energierückführung und Reißfestigkeit ist es perfekt für Stoßdämpfung geeignet. EPU 41 hat bei niedrigen Temperaturen und Raumtemperaturen eine höhere Elastizität im Vergleich zu EPU 40. Außerdem hat es eine große Leistung in Tests von Hydrolyse, plastischer Verformung, UV-Stabilität und Ermüdungstests gezeigt.

Eigenschaften von Epox 82

Bei EPX 82 handelt es sich um ein hochfestes Konstruktionsmaterial, das eine gute Schlagzähigkeit sowie eine Wärmeformbeständigkeit von bis zu 125° C besitzt. Die mechanischen Eigenschaften sind mit leicht glasgefüllten Thermoplasten vergleichbar. Dank solchen Eigenschaften eignet sich EPX 82 ideal für Anwendungen, die ein ausgeglichenes Verhältnis von Beständigkeit, Zähigkeit und Festigkeit gegenüber thermischen Zyklen aufweisen.

Im Bereich der Automobilindustrie kann die Verwendung von EPX 82 erhebliche Auswirkungen auf die Produktion von Gehäusen, Verbindern und Halterungen haben. Die Vorteile des Materials hat das britische Automobilzulieferunternehmen Aptiv bereits genutzt und zeigte sich von den Carbon Materialien überzeugt, heißt es in der oben verlinkten Pressemitteilung von Carbon. Weitere interessante Entwicklungen aus der Welt der 3D-Drucktechnologie können Sie sich mit unserem kostenlosen Newsletter sichern. Wir halten Sie täglich auf dem Laufenden.

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