Ramaco Carbon, ein Kohleunternehmen, aus Wyoming, wird dank einer Produktionspartnerschaftsvereinbarung mit Carbon künftig 3D-gedruckte Bauteile mit Kohlenstoff aus Kohle für Autos oder Flugzeuge herstellen. Zum Einsatz kommt die CLIP-Technologie, die dem Unternehmen bereits zu dreistelligen Millionenbeträge an Investments beschert hat.

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Carbon LogoEiner der ganz großen Herstellernamen im 3D-Druck-Business ist Carbon (ehemals Carbon 3D) mit ihrer proprietären CLIP-Technologie, die DLP, sauerstoffdurchlässige Optiken und programmierbare Flüssigharze verwendet. Dank vieler Investoren wie General Electric oder Baillie Gillford konnte Carbon 200 Millionen Dollar in der Finanzierung in der Serie D sammeln, um seine Entwicklungsarbeit und Produktionskapazitäten zu skalieren. Im Juli letzten Jahres sammelte Carbon 81 Millionen US-Dollar bei einer Finanzierung für seinen M1 3D-Drucker mit CLIP-Technologie und die internationale Expansion.

Viele der Investoren waren von Hardware wie Carbon SpeedCell überzeugt. Das System verbundener 3D-Drucksysteme – die Drucker der M-Serie und ein Smart Part Washer – ermöglicht die wiederholbare Produktion von Endverbraucherteilen in jedem Maßstab.

Viele Investoren dank Carbon SpeedCell
Überzeugende Hardware wie das Carbon SpeedCell System brachte Carbon viele Investoren ein (Bild © Carbon).

„Wir freuen uns, im Auftrag unserer Kunden in Carbon zu investieren“, sagte Peter Singlehurst, Investment Manager bei Baillie Gifford. “ Durch die Kombination von kürzeren Produktionszeiten, niedrigeren Kosten und einer breiteren Palette an Materialien erfüllt Carbon die seit langem bestehenden, aber kaum vorstellbaren Möglichkeiten der 3D-Fertigung. In Verbindung mit einem innovativen Geschäftsmodell und einem erstklassigen Team glauben wir, dass Carbon das Zeug zu einem großen, wertvollen und wichtigen Geschäft hat.“

Auch ohne Investoren erreichte Carbon bereits viel in der Branche. Darunter waren Abschlüsse mit Produktionsunternehmen wie Ramaco Carbon. Das aus Wyoming stammende Kohleunternehmen hat mit Carbon eine Produktionspartnerschaftsvereinbarung getroffen und möchte künftig Produkte und Bauteile für Dritte mit High-Speed Carbon 3D-Druckern wie dem M1 und dem M2 produzieren. Die Produktion findet in Ramacos geplanter iPark-Industrieanlage nahe dem Firmensitz in Sheridan statt.

„Der 3D-Druck wird zur transformativen fortschrittlichen Fertigungstechnik des 21. Jahrhunderts“, kommentierte Randall Atkins, Chairman und CEO von Ramaco Carbon. „Unsere gemeinsame Vision für iCAM und iPark ist es, führend in der Zukunft der verbesserten Kohlenstofftechnologie und -herstellung zu sein.“

Ramaco plant, eine Reihe von kohlenstoffbasierten Industrie- und Produktionsanlagen in den geplanten Anlagen Brook Mine, iCAM und iPark zu errichten. Die drei Bereiche werden den Herstellern die weltweit einzige „vollständig integrierte Kohlenstoffressource, Forschung, Entwicklung und Produktion“ zur Verfügung stellen.

Auto- und Flugzeugteile aus Kohlenstoff.
Ramaco Carbon möchte in Zukunft Auto- und Flugzeugteile mit den Systemen von Carbon herstellen (Bild © Carbon).

Die ersten geplanten 3D-Druckprodukte von Ramaco sind Auto- und Flugzeugteile, medizinische Geräte, chemische Harze und Verbraucher- und Bauprodukte. Alle diese werden mit Kohlenstoff aus Kohle hergestellt. Ramaco sagt, der Schlüsselfaktor für seinen Erfolg wird sein, den Preis von Kohle-basierten Kohlefasern unter den 5-pro-Pfund-Wendepunkt zu treiben.

„Carbon und Ramaco haben es sich zur Aufgabe gemacht, Unternehmen dabei zu helfen, leistungsstarke und kosteneffektive Produkte zu entwickeln, die die Technologie und Materialien von Carbon nutzen“, fügte Dana McCallum, Leiter der Produktionspartnerschaften bei Carbon, hinzu. „Der Wyoming iPark und iCAM ist ein wachsender Forschungscampus und wird ein großartiger Ort für Unternehmen sein, um in der industriellen Fertigungsindustrie zusammenzukommen.“

Obwohl Ramaco noch auf die Genehmigung für seine Expansionspläne wartet, hofft es, bis zum Frühjahr 2018 seine neue Carbon 3D-Druckausrüstung einsetzen zu können. Dazu wird es in Sheridan ein kleines Gebäude mieten, das etwa 20 bis 40 Personen beschäftigt. Vielleicht rettet der Kohlenstoff-3D-Druck ja die angeschlagene Kohleindustrie? Über die weitere Entwicklung dieser zukunftsträchtigen 3D-Drucktechnologie von Carbon werden wir auch in Zukunft berichten (Newsletter kostenlos abonnieren).

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