Das australische Unternehmen Synthetic Metal hat ein Polymer entwickelt, das über elektrische und thermische Leitfähigkeit verfügt und mit einem 3D-Drucker verarbeitet werden kann. Die Eigenschaften des robusten Polymers entsprechen dem von Metall. Synthetic Metal gibt vielfältige Einsatzmöglichkeiten für das neue 3D-Druck-Material in Aussicht, wie zum Beispiel in der Medizin, der Verteidigung und der Industrie.

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Synthetic Metal ist eine australische Firma, die ein Polymer mit thermischen und elektrischen Eigenschaften vergleichbar wie die von Metall entwickelt hat. Objekte auf Polymerbasis erreichen so eine verbesserte strukturelle Festigkeit und sind gleichzeitig thermisch oder elektrisch leitfähig. Für ihre Entwicklung setzt das Unternehmen auf die Polymertechnologie seiner Schwesterfirma Arpmax. Im Oktober hat Zortrax äußerst starke Verbundkomponenten aus zwei PEEK-Polymermischungen vorgestellt.

Technische Details

Golfball aus Synthetic Metal Material
Das Material könnte zum Beispiel für einen Golfball eingesetzt werden (Bild © Synthetic Metal).

Die Hersteller setzen auf die Stärken der Polymere von Arpmax, die sehr korrosionsbeständig sind und Schutz vor Vibration, Korrosion und hohen Temperaturen bieten sollen. Ein Metall-Endoskelett optimiert das Polymer. Indem Polymer in einen negativen Raum injiziert wird, entsteht das Exoskelett. Die Metalleigenschaften werden durch diese Beschichtung geschützt und stärken das Objekt. Das Produkt wird abriebfest und leitet Wärme und Strom wie Metall.

Das Materialdesign lässt sich sehr gut durch einen Vergleich mit dem T-800 Terminator aus der Filmreihe Terminator erklären. Das Gewebe umgibt ein hartes Endoskelett, wie dies auch der Fall beim Kontrahenten des Filmhelden war. Das Material lässt sich sehr gut mit Spritzguss verarbeiten. Synthetic Metal könnte Objekte sehr leicht herstellen, indem es um ein leichtes Endoskelett geformt wird.

Anwendungsbereiche

Das Material eignet sich für langlebigere 3D-gedruckte Implantate und ähnliche Anwendungen in der Medizin.

Militär und Verteidigung profitieren ebenso von dieser Entwicklung. Denkbar sind Kugeln, die beim Verlassen einer Waffe weniger Rückstoß und beim Betreten des Ziels mehr Bremskraft aufweisen. Projektile, die sich beim Aufprall auf einen Körper ausdehnen und so mehr Schaden und schwerere Wunden zufügen, sogenannte Dumdum-Kugeln, sind auch möglich. Sie sind jedoch aufgrund der Haager Konventionen von 1899 und 1907 in bewaffneten Konflikten verboten. Gemäß dem Roten Kreuz sind sie in jeder Situation verboten.

Verwendung findet das Material für nützliches Werkzeug für die Polymerforschung. Es lässt sich im Spritzgussverfahren einsetzen. Laut dem Hersteller lassen sich generell Anwendungen in den Bereichen Gesundheitswesen, Öl, Gas und Verteidigung realisieren. Synthetisches Material ist hierbei ideal für die Entstehung korrosionsbeständiger Objekte. In seinem neuesten Blogeintrag stellt das Unternehmen auch Ideen für den Einsatz seines Materials in der Golfbranche vor.

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