PEEK-Material:

CubeSats aus dem 3D-Drucker werden von ESA für den Einsatz im Weltraum getestet

Die europäische Weltraumorganisation ESA entdeckt das Material PEEK für die Herstellung von Nanosatelliten. Es soll zukünftig vielseitig im Weltraum eingesetzt werden.

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Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) hat den ersten Testlauf der CubeSats schon gestartet. Die kleinen Würfel bestehen aus harten, elektrisch leitfähigem Kunststoff. Das Unternehmen hat sich für das Druckmaterial PEEK wegen seiner guten Eigenschaften entschieden. Es besitzt eine hohe Festigkeit, Stabilität und Temperaturbeständigkeit mit einem Schmelzpunkt um etwa 370 ° C. Für dieses Projekt begann ESA eine Zusammenarbeit mit dem portugiesischen Polymer-Ingenieurbüro PIEP.

ESA CubeSat Body
Der CubeSat (Bild © ESA).

Gemeinsam veränderten sie das Material PEEK zu einem elektrisch Leitfähigen 3D-Druck Material, durch hinzufügen von Nano-Füllstoffen. Damit ist das Material nun das Standard Druckmaterial, lautet die Mitteilung der ESA.

Um das Material zu testen wurden die „CubeSats“ verwendet. Das sind günstig hergestellte Nanosatelliten mit industriellen, stapelbaren, elektronischen Boards auf den 10 cm Einheiten. Besonders interessant wird es, weil die CubeSats ohne den üblichen Kabelbaum funktionieren. Die CubeSatSubsysteme funktionieren in diesem Fall über die elektrisch leitfähigen Linien.

Was ursprünglich als pädagogisches Spielzeug startete, soll in Zukunft eine Wartungsstrategie werden. In Zusammenarbeit zwischen ESA-Direktion für Human Spaceflight & Robotic Exploration und dem Material Physics & Chemistry Team soll ein platzsparender PEEK 3D-Drucker gebaut werden. Während nun das PEEK Material getestet wird, soll zukünftig direkt im Weltall gedruckt werden. Das senkt enorm Kosten, da momentan alle Ersatzteile von der Erde zugesandt werden müssen. Die NASA hatte dies bereits vorgemacht. PEEK ist auch biokompatibel, das bedeutet, dass Astronauten sich auch Zahnbürsten o.ä. herstellen könnten. Ein weiterer positiver Punkt ist, dass PEEK recycelbar ist.

Schon ende dieses Jahrzehnts, soll ein 3D-gedrucktes PEEK-Teil auf einer Wetterstation getestet werden. Wir werden für Sie weiter berichten, ob diese Visionen umgesetzt werden (Newsletter abonnieren).

3D-Drucker der ESA
3D-Druck bei der Europäischen Raumfahrtagentur (Bild © Screenshot: 3D-grenzenlos; Videoquelle: ESA).

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