Synthetische Biologie:

Digital übermittelte Gensequenzen können konvertiert werden für biologischen 3D-Druck

3D-Drucker werden in der synthetischen Biologie verwendet, um lebensfähiges Gewebe und sogar einzelne Genome herzustellen. Der bekannte US-Forscher und Visionär Craig Venter hat jetzt das Konzept für einen Digital-biologischen Konverter namens „DBC“ vorgestellt, bei dem digital übermittelte Gensequenzen in 3D-druckbare Dateien konvertiert und per Bioprinter hergestellt werden können. Ist das ein weiterer großer Schritt in Richtung Organe mit dem 3D-Drucker herstellen zu können?

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Ein Pionier auf diesem Gebiet ist der amerikanische Biochemiker und Forscher Craig Venter. Er macht mit seinen Studien, Entwicklungen und Publizierungen auf jeden Fall von sich reden. Ihm liegt sehr viel daran, diesen Bereich der Biologie voranzutreiben und träumt schon von Teleportation und Genome mit dem 3D-Drucker auf dem Mars entstehen zu lassen. Ein Visionär.

Logo CeleraMit seinem Unternehmen Celera Corporation gelang es Venter als Erstes das menschliche Genom komplett zu sequenzieren. Weiterhin soll es ihm schon gelungen sein, Erbgut herzustellen und zu aktivieren. Mehr Details zu seinen Forschungen finden sich auf Wikipedia.

Digital-biologischer Konverter DBC

Ein digital-biologischen Konverter, genannt DBC, ist die neueste Erfindung von Venter. Vorgestellt wurde sie in dem Magazin  “nature biotechnology” unter dem Titel „Digital-to-biological converter for on-demand production of biologics„.

Mit dieser Maschine soll es möglich sein über Funkwellen oder das Internet digitale Daten zu senden, die anschließend mit dem Konverter zu 3D-druckbaren Dateien umgewandelt werden. Möglich sind damit DNA-Bausteine, RNA-Moleküle, Virenteile oder Proteine. Der 3D-Drucker benötigt dafür Flaschen mit Chemikalien, um diese synthetischen Materialien herstellen zu können.

DBC Maschine von Venter
So soll der Konverter aussehen (Bild © NatureBiotechnology).

Angeblich sind so schon H1N1-Grippeviren oder Bakteriophagen wie ΦX174 mit 5.386 Basenpaaren entstanden. Genau auf diesem Wege könnte die Kolonialisierung auf dem Mars möglich sein. (Lesen Sie dazu auch über die Forschung der NASA)

Aus dem Bericht über seine neue Maschine, geht außerdem ganz klar hervor, dass Venter Produktionszeiten verkürzen und den Herstellungsprozess für “biologisches Material” vereinfachen will. Nutzbar soll der DBC auch als tragbare Maschine in der Medizin sein. Es könnten wichtige Körperteile sofort auf Nachfrage hergestellt werden.

Es könnten wichtige Körperteile sofort auf Nachfrage hergestellt werden.

Craig Venter will Geschichte schreiben und nutzt dafür die Medien. Mit deren Hilfe sammelt er genügend Forschungsgelder, um staatliche Forschungseinrichtungen in Hinsicht der Ausstattung abzuhängen. Auch umgibt er sich mit renommierten Experten.

Seine Forschungsergebnisse sind jedoch nicht bahnbrechender, als andere. Öffentliche Institute geben ihre Ergebnisse auch kostenfrei her, wie die „New York Times“ berichtet. So wird es für Venter schwer seine großen Firmen kommerziell betreiben zu können.

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