Was im Video so spielerisch aussieht, bedarf jahrelanger Forschung und Entwicklung im Bioprinting. Körperteile werden maßgeschneidert für den Patienten mit einem 3D-Drucker gedruckt und wie Lego zusammengesteckt.

Neue Niere? Leber? Oder Lunge? Kein Problem. Der Körper des Patienten wird dreidimensional eingescannt und so die benötigte Größe der Körperteile ermittelt. Auf Basis des 3D-Scans werden die digitalen Daten an den Biodrucker übermittelt. Der beginnt sofort mit der Arbeit und erstellt Schicht für Schicht das Körperteil.

Klar, all das ist heute Science-Fiction! Und das Video zeigt Bilder für einen neuen Kinofilm, in dem neue Wesen modular und nach dem Baukastenprinzip aus organischen Teilen beliebig zusammengesteckt werden. Das ganze Projekt ist bekannt unter dem Namen „Oscar – The Modular Body„.

Und auch wenn wir in den nächsten Jahren noch keine modularen Lebewesen mit dem 3D-Drucker erstellen werden, schreiten die Forschung im 3D-Biodruck voran. Studien zeigen, dass 97 Prozent der Stammzellen aus einem 3D-Biostift überlebensfähig sind. Dazu sinken die Kosten für die additive Fertigung organischer Substanzen. Das Unternehmen „Ourobotics“ stellte erst kürzlich mit „Renegade“ einen preiswerten 3D-Bioprinter vor, der nur 900 US-Dollar kosten soll! Und britische Forscher der University of British Columbia (UBC) forschen an einem neuen Bioprinting-Verfahren, mit dem menschliche Haut im 3D-Druckverfahren hergestellt werden kann. Das Besondere: Die Biotinte benötigt kein UV-Licht zum aushärten. Es reicht normales Licht.

Nochmal: Das Video oben zeigt Bilder für einen Kinofilm, in dem modulare Lebewesen eine Rolle spielen. Und ob und wann wir in Zukunft einsatzfähige Körperteile mit einem 3D-Drucker ausdrucken werden, ist sicher ungewiss. Dennoch bleibt es ein spannendes Forschungsumfeld, in dem wir auf unserer Themenseite zum 3D-Biodruck“ regelmäßig berichten. Alle neuen Berichte veröffentlichen wir in unserem kostenlosen 3D-Drucker-Newsletter. Abonnieren lohnt sich!

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