Das Kunststofftechnikunternehmen OECHSLER baut seine Anlage in Ansbach-Brodwinden aus, um mehr Produktionskapazität für die Serienfertigung mit 3D-Druckern zu erhalten. Geplant ist vor allem die Nutzung von MJF-3D-Druckern von HP. In einem weiteren Projekt arbeitet OECHSLER mit AMT an einer Nachbearbeitungslösung für die Serienfertigung mit 3D-Druck. Langfristig soll die additive Serienfertigung ein weiterer Geschäftsbereich von OECHSLER werden. Wir stellen die Neuheiten einmal genauer vor.

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Die OECHSLER AG ist ein Unternehmen aus dem Bereich Kunststofftechnik mit Hauptsitz in Mittelfranken. In einer Pressemitteilung, die das 3D-grenzenlos Magazin erreicht hat, gibt die Unternehmensgruppe bekannt, dass sie ihr Leistungsportfolio im Bereich Additive Fertigung erweitert und die Kapazitäten in der Serienproduktion im pulverbasierten 3D-Druckverfahren ausbaut. Um das zu erreichen, investiert OECHSLER einen mittleren einstelligen Millionenbetrag in den Ausbau der Infrastruktur am Standard Ansbach-Brodswinden. Langfristig soll die Additive Fertigung neben dem Bereich Spritzguss zum zweiten Geschäftsbereich des Unternehmens ausgebaut werden. Vor zwei Jahren berichteten wir darüber, dass BASF, HP Inc. und die OECHSLER AG gemeinsam an einer nachhaltigen Kunststofffertigung arbeiten, um die industrielle Serienfertigung mit 3D-Druck voranzubringen.

HP und AMT für die Serienfertigung

3D-Drucker von HP
In der erweiterten Produktionsstätte der OECHSLER AG sollen künftig vermehrt MJF-3D-Drucker von HP (im Bild) genutzt werden (Bild © OECHSLER).

In Brodswinden erweitert OECHSLER die Produktionskapazitäten der Additiven Fertigung um zusätzliche 800 Quadratmeter und wird Multi Jet Fusion 3D-Drucker von HP für die Serienfertigung einsetzen. Auf jeweils 150 Quadratmetern wird zusätzlich eine hochmoderne Qualitätssicherung und ein klimatisierter Messraum geschaffen. Zu OECHSLERs Kunden zählen Industriekonzerne, Automobilzulieferer und Unternehmen der Sportartikelindustrie.

Für die Nachbearbeitung 3D-gedruckter Komponenten ist ein mehrstufiges Post-Processing von OECHSLER ein zentrales Kriterium, um in mehreren Schritten definierte mechanische, haptische und optische Eigenschaften zu erhalten. OECHSLER entwickelt dazu gemeinsam mit Additive Manufacturing Technologies (AMT) einen voll automatisierten, zellenbasierten Nachbearbeitungsprozess, den es in der Serienfertigung ein- und umsetzen wird. Mit einer Investition im einstelligen Millionenbereich wird das Projekt voraussichtlich 2023 mit der Auslieferung eines Moduls zur automatisierten End-to-End-Nachbearbeitung von 3D-Druck-Komponenten aus zehn Druckern abgeschlossen.

Stimmen zur additiven Serienfertigung bei OECHSLER

Matthias Weißkopf, Senior Vice President Global Product & Technology Development:

„Wir sind mit der Additiven Fertigung in neue Produktkategorien und Märkte eingestiegen und haben unser Angebotsportfolio damit weiter diversifizieren können. Der Ausbau der Serienfertigung mit Druckern von HP reflektiert unsere Strategie, OECHSLER als einen herstellerunabhängigen Entwicklungs- und Produktionspartner im Bereich der Additiven Fertigung zu etablieren. Mit unserer optimierten Infrastruktur können wir unsere Kunden mit noch passgenaueren Lösungen in der Entwicklung und der Produktion unterstützen.“

Joseph Crabtree, CEO und Gründer von AMT:

„Wir sind stolz auf die Partnerschaft zwischen OECHSLER und AMT. Die von uns entwickelte vollautomatische End-to-End-Nachbearbeitungszelle ermöglicht OECHSLER in Zukunft deutliche Effizienzsteigerungen in der Serienfertigung von Komponenten im 3D-Druck und unterstützt das Unternehmen bei der Industrialisierung seiner additiven Fertigungskapazitäten im globalen Maßstab.“

Dr. Claudius M. Kozlik, CEO von OECHSLER:

„Die kunststoffbasierte Additive Serienfertigung hat sich bei OECHSLER als weitere innovative Produktionstechnologie etabliert. Wir realisieren bereits heute mit unseren global über 150 installierten 3D-Druckern veritable Großserienprojekte in den Schlüsselindustrien Automobil, Sportartikel, Medizintechnik sowie produzierendes Gewerbe. Dank der Erweiterung unseres Standortes in Ansbach-Brodswinden und der automatisierten Nachbearbeitung von AMT können wir unseren Kunden künftig ein noch breiteres Technologieportfolio anbieten.“

Open-House-Event bei OECHSLER

Eingang OECHSLER Brodswinden
OECHSLER wird einen mittleren einstelligen Millionenbetrag in den Ausbau der Infrastruktur am Standort Ansbach-Brodswinden investieren (Bild © OECHSLER).

OECHSLER lädt am 31. Mai 2022 zu einem Open-House-Event an seinem 3D-Druck-Standort in Brodswinden, wo die Partnerschaften mit AMT und HP auch Thema sein werden. Von 9 bis 17 Uhr gewährt das Unternehmen Einblicke in seine Produktion.

Technologiepartner wie Carbon, HP, Forward AM und AMT Technologies werden ebenfalls anwesend sein und gemeinsam mit den Experten von OECHSLER in Keynotes über ihre Erfahrungen beim Aufbau und Betrieb einer der weltweit größten polymerbasierten 3D-Drucker-Flotten berichten. Interessierte werden gebeten, sich aufgrund der begrenzten Plätze für eine Teilnahme hier anzumelden.

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