Google und seine Partner veröffentlichen in einem Video weitere Details zum Project Ara. Das Projekt verfolgt das Ziel modularer Smartphones. In Kooperation zwischen 3D-Druck-Gigant 3D Systems und Suchmaschinen-Riese Google spielt auch der 3D-Druck bei dem innovativen Projekt Google Ara eine zentrale Rolle.

Zukunft bald Gegenwart: Das innovative und visionäre Smartphone-Konzept »Google Ara« des US-Suchmaschinenkonzerns Google wird konkreter. Eine Entwicklerkonferenz zu dem Projekt findet Mitte April 2014 statt und dort werden weitere Details veröffentlicht. Bereits vorab wurde ein Video von Phoneblocks publiziert, wo sich die Beteiligten vorstellen und Details zur Fertigung der Ara-Module zu sehen sind. Der Chef von 3D Systems, Avi Reichenthal, gab auf der »Inside 3D Printing« neue Einsichten in die Produktion der einzelnen Ara-Module, wie PCWorld berichtet.

Im November 2013 hatte Google mit dem 3D-Druckerhersteller 3D Systems eine Zusammenarbeit vereinbart. Die Module werden mit einem 3D-Drucker des Herstellers produziert und zwar sowohl das Kunststoffgehäuse als auch die erforderlichen Schaltkreise.

Das Unternehmen ist außerdem dazu in der Lage anpassbare Designs auf der Oberfläche zu drucken, wie das Phoneblocks-Video zeigt. Zwischen Google und Phoneblocks wurde eine enge Kooperation bei dem Projekt vereinbart. Das Video zeigt zudem eine spezielle Ara-App mit der das Smartphone konfiguriert werden kann. Ein Entwickler-Board wird dort ebenfalls gezeigt, womit Treiber und Software für das Smartphone entwickelt werden können.

Modulares Smartphone Foto
Das Bild zeigt den modularen Aufbau des Smartphones. Aber nicht nur das Gerät selbst ist innovativ. Auch in der Produktion verfolgt das Konzept mit 3D-Druck seinen innovativen Charaker (© Motorola).

Die einschiebbaren Module sind ebenfalls dort präsentier worden aber es ist nicht klar, ob der Rahmen mit dem Namen Endoskelett bei Abschluss der Entwicklung das gleiche Design aufweisen wird wie in dem Film. Nach dem aktuellen Stand soll es ein kleines, mittleres und ein großes Endoskelett für das Ara-Smartphone geben.

Das kleine Modell soll einen 4,3 Zoll Display haben und das mittelgroße über einen 5 Zoll großen Touchscreen verfügen während zum großen Modell noch keine Daten zur Displaygröße genannt wurden. Jedes der Module wird mit Elektromagneten im Rahmen behalten. Die Magnetkraft soll beim ausgeschalteten Smartphone ausreichend sein, so dass die Module nicht herausfallen und wird es eingeschaltet erhöht sich die Magnetstärke. Im nächsten Jahr soll die Markteinführung des Ara-Smartphones erfolgen.

Das Project Ara verfolgt nicht das Ziel hoher Gewinne sondern die Einführung einer neuen modularen Technologie, bei der auch der 3D-Druck eine wichtige Rolle spielt. Die Anwender dürfen gespannt sein ob sich die Technik durchsetzen und zu einem Erfolg entwickeln könnte.

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