Boeing hat kürzlich bekannt gegeben, mit dem 3D-Druck von Teilen für den Apache-Kampfhubschrauber zu beginnen. Darüber berichten zahlreiche Medien, unter anderem „Defense News„. Dieser Schritt ist ein Zeichen für den wachsenden Einfluss von additiver Fertigung in der Luftfahrtindustrie.

Laut Unternehmensvertretern plant Boeing, im Frühjahr des nächsten Jahres einen vollständig 3D-gedruckten Hauptrotorsystem für den AH-64 Apache Kampfhubschrauber zu testen. Das Ziel dahinter ist, lange Vorlaufzeiten zu eliminieren und die Lieferketten für Teile, die normalerweise geschmiedet werden, zu optimieren.

Erstes 3D-gedrucktes Teil einer Hauptrotorverbindung vorgestellt

Apache-Hubschrauber beim Landen mit möglichen 3D-gedruckten Komponenten.
Apache-Hubschrauber beim Landevorgang – bald mit Teilen aus dem 3D-Drucker? (Symbolbild).

Während der jährlichen Konferenz der Association of the U.S. Army zeigten ein Team von Boeing und ASTRO America das erste 3D-gedruckte Teil – eine Hauptrotorverbindung – gedruckt auf dem derzeit größten 3D-Metalldrucker der Welt am Rock Island Arsenal in Illinois.

ASTRO, eine gemeinnützige Organisation, finanziert durch die US-Regierung, erhielt einen Vertrag über 95 Millionen US-Dollar vom Army’s Ground Vehicle Systems Center. Sie sollen die Entwicklung der additiven Fertigung von großen Teilen unterstützen, einschließlich ganzer Panzerhüllen und anderer Prototypenteile, erklärte die ASTRO-Ingenieurin Emma Gallegos.

Das Hauptrotor-Verbindungsteil, welches im 3D-Drucker hergestellt wurde, benötigte 45 Minuten zum Ablagern des 6.000er Aluminiums und acht Stunden zum Drucken. Zum Vergleich: Die übliche Vorlaufzeit zum traditionellen Schmieden des Teils beträgt ein Jahr, so Andy Pfeiffer, ein Design-Leiter und Experte für additive Fertigung bei Boeing Global Services.

„Tausende von Teilen“ sind potenziell besser für den 3D-Druk geeignet als konventionelle Herstellungsmethoden

Scott Rose, Schweißingenieur bei Boeing, betonte laut der Mitteilung, dass es Tausende von Teilen gibt, die potenziell durch 3D-Druck hergestellt statt traditionell gegossen oder geschmiedet werden könnten. Der Apache-Programm hat bereits eine Liste von acht Teilen bereitgestellt, die als gute Kandidaten für den 3D-Druck gelten.

Laut Rose könnte in manchen Fällen die Mikrostruktur des Materials stärker sein, wenn es 3D-gedruckt ist, im Vergleich zum traditionellen Herstellungsprozess. Dies könnte auch eine längere Lebensdauer bedeuten.

Abschließend erklärte Pfeiffer, dass sie gespannt darauf sind, Teile zu qualifizieren, insbesondere große, kritische Teile. Dies würde viele weitere Möglichkeiten eröffnen.

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