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3D-Druck beim Militär: US-Navy plant Testflug eines teils 3D gedruckten Boeing V-22 Osprey im Juni

Die US-Navy plant im Juni dieses Jahres den Testflug einer Boeing V-22 Osprey, die als flugkritische Komponenten Bauteile aus einem 3D-Drucker einsetzt. Mehr als 3 Jahre entwickelten die Wissenschaftler an den Titan-Bauteilen. Kurz vor Abschluss des Projektes sehen die Wissenschaftler die Probleme nicht in den Bauteilen sondern an ganz anderer Stelle.

Logo US-NavyDie US-Navy plant im Juni einen Testflug mit einer Boeing V-22 Osprey, deren Komponenten teilweise aus einem 3D-Drucker stammen. Der Test wird vom Naval Air Systems Command (NavAir) organisiert und geplant. NavAir möchte dafür ein flugkritisches Bauteil der „V-22 Osprey“ mit einem 3D-Drucker herstellen und in das Kipprotor-Wandelflugzeug einbauen. Die Entwicklung der Bauteile dauerte drei Jahre. Der 3D-Druck des Bauteils aus Titan beanspruchte Elizabeth McMichael, Leiterin der NavAir AM, zufolge, weniger als die Hälfte der Bauzeit gegenüber normalen Fertigungsverfahren.

Auf der Sea-Air Exposition erfolgte die Ankündigung zum 3D-Druck und über die Roadmap bezüglich der Zukunftspläne der US-Navy. Zwei Hauptziele der Roadmap resultieren in einer Fertigung von Bauteilen und deren Zertifizierung. Die 3D-Druck-Technologie befindet sich seit 20 Jahren auf dem Radar der US-Marine, doch die Zertifizierung und Qualifikation führten ständig zu Problemen.

3D-Druck geht schnell – Zertifizierung dauert lange

Eine Triebwerksgondel und Verbindungsstück kann innerhalb von drei Tagen gedruckt werden. Die Zertifizierung kann McMichael nach aber bis zu drei Monate beanspruchen und dies sei ihrer Meinung nach nicht richtig, denn die Qualität der 3D-gedruckten Bauteile ist keineswegs schlechter die der konventionellen Fertigungsverfahren.

In diesem Monat plant die NavAir erstmals den Einsatz von Edelstahlpulver als Druckmaterial für den 3D-Drucker und setzt zusätzlich den Fokus auf die Entwicklung von Industriestandards für 3D-gedruckte Komponenten. Ziel dieser Anstrengungen, des militärisch-industriellen Komplexes NavAir, sind zusätzlich die Einrichtung einer digitalen Infrastruktur zur Verwaltung aller 3D-Druckdate.

Chefwissenschaftler der NavAir sieht keine Qualitätsprobleme bei den 3D-gedruckten Bauteilen

Boeing V-22 Osprey

V-22 Osprey: Diese Boeing wird für Testzwecke mit einem flugkritischem Bauteil aus dem 3D-Drucker ausgestattet (Bild © Beoing).

Dr. Bill Frasier, der Chefwissenschaftler in der Luftfahrzeugentwicklung ist, verlautbarte, dass gedruckte Flugzeugteile keine Anzeichen einer Ermüdung aufweisen und keine Risse oder ähnliches zeigten. Im Rahmen des geplanten Testflugs, sollen mehrere Teile, Verbindungen und Formteile getestet werden, die aus der Titan-Aluminium-Legierung Ti-6Al-4V gedruckt werden.

Die Teile sollen Dr. Frasier zufolge immer dort gedruckt werden können, wo sie erforderlich sind. Auf Basis der Testergebnisse soll die Regierung laut McMichael mit Industriepartnern zusammenarbeiten, um Designs von Flugzeugen der nächsten Generation zu entwickeln.

US-Verteidigungsminister erhöht Budget für Entwicklungen

Der amtierende US-Verteidigungsminister Ash Carter kündigte für das Jahr 2017 eine Erhöhung des Forschungs-, und Entwicklungsbudgets von 66 auf 72 Milliarden US-Dollar an. Die enormen Investitionen sind doppelt so hoch wie die Summen, welche Apple, Intel, Google und der Google-Mutterkonzern Alphabet zusammen im Jahr 2014 in militärische 3D-Druck-Anwendungen investierten. Die Anhebung des F&E-Budgets dürfte zu einem rapiden Schub in der Entwicklung neuer Technologien und 3D-Druckverfahren führen.

Quelle: seapowermagazine.org

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