Britische Wissenschaftler haben eine Theorie entwickelt, wie sie Strukturen mithilfe von Mondstaub im 3D-Druckverfahren verarbeiten können. Die Technologie wäre laut einer Pressemitteilung der Loughborough University aus der Ferne bedienbar. 3D-Drucker könnten so auf den Mond gebracht werden und bereits vor der Ankunft von Astronauten mit dem Druck von wichtigen Strukturen beginnen.

Bau von Mondbasen

Figur im Mondstaub
Die Technik ermöglicht beinahe beliebige Strukturen und soll dabei helfen, Mondbasen zu bauen (Bild © Thanos Goulas).

Die Methode zur Herstellung von den notwendigen Rohstoffen stammt von Additive Manufacturing Ph.D. Thanos Goulas, Associate an der Loughborough University in England. Die Technik soll zum Bau dauerhaften Basen auf dem Mond oder anderen Planeten genutzt werden. Bereits 2013 haben wir von einem Roboter der NASA berichtet, der auch für den Bau von einer Mondbasis eingesetzt werden soll.

Regolith oder Mondstaub werden zu Komponenten wie Zement oder Ziegelsteine gebunden. Ein Laser wandelt eine sehr kleine Energiemenge in Wärme um, die Regolithkörner schmelzen und erhitzen kann. So entstehen dünne, feste Materialbahnen, die circa einen Millimeter dick sind. Am Ende entsteht ein dreidimensionales Objekt.

Mondbedingungen besser verstehen

Thanos hat das Material und die Prozesse genauestens untersucht, um sie besser zu verstehen. Er prüfte, wie sich die Mondbedingungen wahrscheinlich auf die Herstellungsmethode auswirken. Dabei wurde Material verwendet, das Regolith in Masse, chemischer und mineralischer Zusammensetzung nachahmt.

Echter Regolith ist das Ergebnis von Mega-Meteoritenbombardements. Dieser lässt sich auf der Erde nicht so einfach nachstellen. Es half jedoch schon, die Wechselwirkung zwischen dem eigentlichen Regolith zu berücksichtigen, wenn der Drucker das Material durchmischt. Geschmolzener Mondstaub kommt auch beim Projekt Moonrise des Laser Zentrum Hannover zum Einsatz.

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