Der Versand- und Online-Shop-Riese Amazon hat ein interessantes Patent (PDF, 2,51 MB)  eingereicht, dass den mobilen 3D-Druck von unterwegs beschreibt. In dem Patent legt Amazon offen, wie es die Zulieferung von 3D-gedruckten Objekten durch Dienstleister beschleunigen möchte.

Wird das von Amazon eingereichte Patent genehmigt, kann davon ausgegangen werden, dass Amazon seine Pläne in der Praxis zeitnah umsetzen wird. Ein Beispiel-Szenario könnte dann folgendermaßen aussehen: Der Amazon-Käufer durchstöbert das Amazon-Sortiment nach .STL-Dateien (digitale 3D-Modelle für den 3D-Druck). Der Kunde interessiert sich zum Beispiel für ein Set Schrauben. Der Ablauf nach dem Einkauf gestaltet sich dann folgendermaßen.

Amazon nimmt die Bestellung entgegen und druckt das gewünschte Objekt auf dem Weg zum Kunden. Dafür das der Versandhändler 3D-Drucker auf seinen LKWs platziert, die während der Zulieferung die gekauften Produkte herstellen. Ziel dieses geplanten Vorgehens wird es sein, die Lagerkosten zu minimieren und die Zustellungszeit zu reduzieren. Zugegeben eine interessante Idee – mobile 3D-Drucker auf Amazon-LKWs.

Chance oder Risiko für bestehende Dienstleister?

Die Idee druckbare .STL-Dateien online anzubieten (zu verkaufen) ist nicht neu. Eine Reihe von 3D-Druck-Online-Services bieten den Kauf oder kostenlosen Austausch von Dateien für 3D-Drucker. Nach dem Download können sich die User die Produkte dann selbst mit dem heimischen 3D-Drucker ausdrucken. Andere Online-Services, wie 3D Hubs oder makexyz, bieten die Vermittlung von Usern die etwas mit einem 3D-Drucker gedruckt haben möchten und Usern in der Nähe, die über einen 3D-Drucker verfügen.

Die Frage die sich stellt, ist, bietet die Einführung der mobilen 3D-Drucker von Amazon eine Chance oder ein Risiko für bestehende Dienstleister und Online-Dienste? Ganz im Sinne von Amazon wird der Versandhändler es Dienstleistern erlauben ihre Dateien hochzuladen und über die Plattform zu verkaufen. Ist das aber wirklich von Vorteil? Wie bei all den anderen Produkten auf Amazon auch, müssen die Dienstleister wohl die Preisschraube nach unten drehen. Der Gewinner dann ist Amazon. Und der Käufer, der zum einen Kosten für sein 3D-Objekt einspart und sein Einkauf in vermutlich weniger als 24 Stunden geliefert bekommt. Was ist Eure Meinung? Schreibt uns Euren Kommentar und diskutiert zum Thema.

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