Größer, schneller, besser:

GE Additive plant mit ATLAS weltweit größten Metall-3D-Drucker

Im vergangenen Jahr rief General Electric sein GE Additive Programm ins Leben, dieses Jahr folgt nun das nächste Entwicklungsprojekt ATLAS. Die neue entwickelte Maschine wird nach Unternehmensangaben die dann aktuell weltweit größte Laser-Pulver-Additiv-Fertigungsmaschine darstellen.

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Logo GE AdditiveAuf diese Neuigkeit haben viele Unternehmen und andere 3D-Druck-Interessenten gewartet. Im letzten Jahr hatte General Electric Aktien von Concept Laser und Arcam erworben und dabei stark in den 3D-Druck mit Metall investiert. Während der Materialise World Summit, die in diesem Jahr in Brüssel stattfand, äußerte der Vizepräsident und Generalmanager von GE Additive, Mohammad Ehteshami, dass General Electric an einem eigenen Metall-3D-Drucker arbeite. Auf der gerade stattfindenden Pariser Flugshow wurden nun weitere Details vorgestellt.

Getriebekasten aus dem 3D-Drucker
Im Zuge seiner Ankündigung des ATLAS 3D-Druckers zeigt GE Additive diesen Getriebekasten aus einem Metall-3D-Drucker von Concept Laser (Bild © Concept Laser).

Nach Angaben Ehteshamis werde die Maschine Teile drucken, die einen Meter Durchmesser haben, und in der Luftfahrtindustrie eingesetzt werden. Dabei kann es sich beispielsweise um Jet-Motor-Bauteile oder Teile für Single-Aisle-Flugzeuge handeln. Selbstverständlich ist sie aber auch für den Einsatz in der Automobil-, Strom-, Öl- und Gasindustrie sowie in weiteren Branchen geeignet.

„Wir haben Kunden, die mit uns zusammenarbeiten und bis zum Jahresende Beta-Versionen der Maschine erhalten. Die Fertigungsversion steht im nächsten Jahr zur Verfügung“, so Ehteshami weiter.

Concept Laser X-Line 2000R SLM-3D-Drucker
Ein Modell des Concept Laser X-Line 2000R SLM-3D-Druckers. (Bild: © concept-laser.de)

Erste Details zum ATLAS 3D-Drucker

Mit dem ATLAS 3D-Drucker soll der bislang größte seiner Art, der Concept Laser X Line 2000R, über den wir von 3D-grenzenlos bereits berichtet haben, übertroffen werden. Sie wird aber auf dem Know-how aufbauen und um eine eigene Technologie ergänzt. So ist ATLAS mit mindestens zwei Achsen von 1000 mm (sogenannte Meter-Class) und einer anpassbaren Bau-Geometrie ausgestattet, die für einzelne Kundenprojekte skalierbar ist. Informationen zur Druckgeschwindigkeit und weitere Daten wurden noch nicht veröffentlicht, GE stellte aber fest, dass der neue ATLAS 3D-Drucker im Vergleich „zu den heutigen additiven Maschinen gleich oder sogar besser“ sei, vermeldet die Website gereports.com.

Die Fähigkeiten er neuen Materialien sind sowohl nicht reaktiv als auch reaktiv einzustufen. GE Additive hat ein eigenes „Rezeptbuch“ für Metall-Additiv-Fertigungsmaterialien „geschrieben“, wie das Additive Materials Lab vorab mitgeteilt hat:

„Bis zu diesem Punkt haben wir uns auf relativ traditionelle Methoden zur Entwicklung von Materialien für die additive Fertigung verlassen“, so der Manager des Additive Materials Lab, Joe Vinciquerra, zu Beginn dieses Jahres. „Bis heute und mit unseren Kollegen aus der ganzen Gesellschaft wurden viele der traditionellen Ingenieurmaterialien, die wir in unseren Produkten verwenden, in den Anwendungsbereich des Additivs übertragen. Diese Arbeit umfasst die frühen Kapitel unseres Rezeptbuches. Wir arbeiten gerade am Kombi-Chem-Ansatz, und in diesem Jahr werden wir nicht nur die Geschwindigkeitssteigerungen in der Materialentwicklung aufzeigen, indem wir sie für eine traditionelle Engineering-Legierung anwenden, sondern auch bei der Entwicklung und beim Einsatz eines völlig neuen Additivs in unseren Next-Generations-GE-Produkten.“

GE Additive macht noch keine Angaben darüber, welche Software das ATLAS-Produktionssystem nutzen wird. GE hat aber bereits seine Predix-Plattform in Concept-Laser-Maschinen integriert. Hier wäre es sicher keine Überraschung, wenn diese auch bei ATLAS Anwendung findet. Mehr dazu in Kürze im Newsletter von 3D-grenzenlos (kostenlos anmelden).

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