2,5D-Druck:

Casio stellt mit „Mofrel“ einen 2,5D-Drucker vor und kann realistische Texturen wie Leder und Stoff auf Papier drucken

Der japanische Elektronikhersteller Casio stellt mit dem Mofrel einen 2,5D-Drucker vor, mit dem realistische Texturen wie Leder und Stoff auf Papier gedruckt werden können. Was hinter der 2,5D-Drucktechnologie steckt und welche Industriezweige von der Technologie profitieren können?

Bereits letztes Jahr hat das japanische Elektrounternehmen Casio eine 2.5D-Drucktechnologie entwickelt, mit der Benutzer einfach geprägte, strukturierte Oberflächen auf Papier drucken können. Mofrel, der 2,5D-Drucker von Casio, der eben diese Drucktechnologie nutzt, wurde nun auf dem CEATEC-Event in Japan vorgestellt.

Mit der Bezeichnung „2,5D-Drucker“ zeigt Casio, dass es sich bei Mofrel um einen Drucker handelt, der sich in einem Bereich zwischen 2D und 3D bewegt. Der Drucker verwendet ein mehrstufiges Druckverfahren und spezielles Papier, mit dem er farbige Drucke mit Struktur herstellt. Die Strukturen haben eine maximale Höhe von 1,7 mm.

Casio Mofrel
Der 2,5-Drucker Mofrel von Casio (Bild © Casio).

Das Material, das beim Drucken verwendet wird, hält höchstens ein paar Jahre. Somit ist die Verwendung in großen und kostspieligen Endprodukten wie Autos oder Flugzeugen noch nicht geeignet. Geht es jedoch um Prototypen, lassen sich Drucke aus dem 2,5D-Drucker dafür schon verwenden. Potentielle Käufer sehen, wie ein Material aussehen könnte und sich anfühlt. In der Automobilbranche findet der Drucker Verwendung bei der Präsentation vom Innenraum eines Autos. Auch die Textilindustrie ist ein guter Einsatzort für den Mofrel-Drucker. Der Drucker stellt Muster und Texturen aus verschiedenen Materialien wie zum Beispiel Leder oder Stoff her.

Mofrel druckt realistische Muster.
Mofrel eignet sich zum realistischen Nachdruck von Mustern (Bild © Casio).

Wie funktioniert der 2,5D-Drucker?

Die Technologie beruht auf einem speziellen Papiertyp, der aus mehreren Schichten besteht, einschließlich einer Basisschicht, einer Schaumschicht und ganz oben einer bedruckbaren weißen Schicht. Die Schaumschicht ist entscheidend für das Verfahren, da sich darin Kunststoffmikrokapseln befinden, die sich bei Wärmeeinwirkung ausdehnen.

Visualisierung der Schichten beim 2,5D-Druck (Bild © Casio).

Sobald ein Benutzer ein gewünschtes Muster und eine gewünschte Textur hat, gibt er das Papier in den 2,5D-Drucker. Das Muster wird nun unter Verwendung einer infraroten und wärmeabsorbierenden schwarzen Tinte auf die Rückseite gedruckt. Dann kann das Papier wieder in den Drucker eingesetzt werden (mit der gegenüberliegenden Seite nach oben) und der Vollfarbdruck wird erstellt.

(Bild © Casio).

Der letzte Schritt ist die Erwärmung auf der Rückseite, ein Schritt, den Casio als „Formung“ bezeichnet. Die mittlere Schaumschicht dehnt sich nun entsprechend dem wärmeabsorbierenden Graustufenmuster auf dem Papierrücken aus. Es ist möglich, die Menge des Schaums zu variieren, indem der Tintengrad im Graustufen-Druck angepasst wird. Casio hat ein Programm entwickelt, das die Daten der Graustufen automatisch nach dem 3D-Design richtet.

Während das Mofrel 2.5D-Drucksystem näher an die 2D-Seite der Drucktechnologie herankommt, ist Casios Technologie ein praktischer Weg, um strukturell und visuell realistische Oberflächen für Prototypen herzustellen. Der Drucker wird außerdem verwendet, um Oberflächen zu erzeugen, die auf 3D-gedruckten Prototypen stecken, um den Kunden ein genaues Bild davon zu geben, wie das Endprodukt aussieht und sich anfühlt. Für den Hausgebrauch eignet sich der Drucker bei einem Preis von 38000 Euro weniger.

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